Linz, den 9.8.2005 – Die Geschäftsentwicklung bis Ende Juli ist sehr positiv. Seit Jahresbeginn stieg die Anzahl der betreuten Verträge um rund 33.000 auf über 1,16 Millionen.
Die Prämien erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 5,3 % auf 188,0 Mio. Euro. Die Schaden-Unfall-Versicherung verläuft mit einem Plus von 6,5 % besonders erfreulich und liegt über dem Markt und den Zielvorgaben, in der Lebensversicherung ist der Rückgang bei den Einmalerlägen ein Wermutstropfen, der das Wachstum dämpft: + 1,2 %.
Es "hagelte" witterungsbedingte Schäden
Die Schadenseite verzeichnete einige Turbulenzen.
Die Leistungen in der Schaden-Unfall-Versicherung stiegen um 28,5 % auf 87,3 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil daran hatten zahlreiche Unwetter und Wetterkapriolen: Hochwasser, Überschwemmung, Sturm, Hagel, ind. Blitzschäden, usw. ... Die Liste ist lang. Die Schadenbilanz fällt nicht gut aus.
So stieg die Schadenanzahl in der Sturmversicherung um 24,3 % auf fast 6.300 Fälle. Die Leistungen erhöhten sich um satte 159,6 % auf 8,1 Mio. Euro.
In der Sturmversicherung belasten uns in diesem Jahr insbesondere Schneedruck, Überschwemmungen mit einem Anteil von über 50 %.
Wetterkapriolen machen Sorgen
Die oft als pessimistische Kassandrarufer kritisierten Klimaforscher hatten recht, denn in den letzten Jahren haben sich ihre Prognosen leider bewahrheitet: die Niederschlagshäufigkeit nimmt zu, neue Schadenszenarien entstehen.
Das Wetter und seine Auswirkungen sind das Sorgenkind Nummer Eins der Versicherungswirtschaft: Extreme Schwankungen führten heuer zu vielen kleinen und mittleren Ereignissen. Diese zahlreichen Schäden treffen die Oberösterreichische hart, weil die Rückversicherung nur einen kleinen Teil übernimmt.
Rückversicherung ist essentiell
Wenn in dieser Situation noch größere Katastrophen hinzukommen, ist ein Verlust unvermeidlich. Die Sturmkatastrophe 1990 und die Hagelkatastrophe 2000 haben damals Hunderte Millionen Schilling Schaden verursacht. Auch das Hochwasser 2002 ist uns allen noch in deutlicher Erinnerung. Nur dank Rückversicherung und langfristigem Ausgleich können solche Ereignisse finanziert werden.
Sturmversicherung deckt viele Elementarrisiken
Die Oberösterreichische ist der Pionier der Sturmversicherung (die eigentlich eine kleine Elementarversicherung ist) in Österreich, sie hat diese Sparte im Jahr 1952 eingeführt. Heute ist sie unangefochtener Marktführer in OÖ und immerhin an der 2. Stelle in Österreich (obwohl wir nur regional versichern).
Gewitter und Großschäden belasten Feuerversicherung
Auch die Feuerversicherung ist durch direkte und indirekte Blitzschläge vom Wettergeschehen abhängig. Die Sparte war zudem von Großschäden in Zivil, Gewerbe und Industrie betroffen. Die Leistungen stiegen um 139,4 % gegenüber dem Vorjahr auf 13,8 Mio. Euro.
Einbruch weiter Sorgenkind
Die Einbruchsparte weist um 31,5 % mehr Schäden auf als im Vergleichzeitraum des Vorjahres. Die Schadensumme erhöhte sich sogar um 76,2 % auf fast eine Million Euro.
Die Oberösterreichische reagiert auf diese negative Entwicklung mit verschärften Annahmerichtlinien und Aufklärung der Versicherungsnehmer.