18. 09. 2006 12:33

Pflegebedürftigkeit - Sie sind damit nicht allein!

Wer sorgt sich um mich im Pflegefall und wie kann ich das finanzieren? Der Informationsbedarf der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher zum Thema Pflege ist größer denn je. Diese Lücke möchte die Oberösterreichische Versicherung nun mit einem eigenen Infoportal schließen. Auf www.keinesorgen.at/pflege bietet die Oberösterreichische umfassende Information und Hilfestellung für die Betreuung von Pflegebedürftigen aber auch für die eigene persönliche Vorsorge für eine Pflege im Alter.

Laut einer IMAS-Umfrage fürchtet sich jeder vierte Österreicher davor, im Alter nicht zu wissen, wer sie im Pflegefall betreut. Bei den über 50jährigen ist diese Angst noch viel stärker ausgeprägt. Viele fragen sich, ob eine individuelle Pflege in Zukunft noch möglich ist und vor allem, ob sie sich diese auch noch leisten können. "Wir möchten auf diese Fragen Antworten geben und auch jenen, die einen Pflegefall in der Familie betreuen, signalisieren, dass Sie nicht damit allein sind. Mit dem Infoportal Pflege finden Sie alle Informationen zu Pflege, Finanzierung und eigener Vorsorge in kompakter Form zusammengefasst", skizziert Dr. Wolfgang Weidl, Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung die Motivation zur Gestaltung dieses Infoportals.

 

www.keinesorgen.at/pflege:

Detailinformationen zu den wichtigsten Fragen rund um Pflege

In den letzten Wochen wurden zahlreiche neue Studien zur Pflegesituation in Österreich publiziert. Dies trug wesentlich dazu bei, dass sich nun viele Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher bewusst mit der Frage der Pflege im Alter auseinandersetzen. Die Vielzahl an Informationen in diesem Bereich bewirkte aber auch bei manchen eine starke Verunsicherung. Von einer stark gestiegenen Anzahl an Anfragen kann auch Vorstandsdirektor Martin Janovsky berichten: "Unsere Berater sind jetzt mehr denn je gefordert, über die Möglichkeiten im Pflegefall zu informieren und die individuelle Absicherung des Kunden gemeinsam zu analysieren. Dabei bemerken wir, dass vielen gar nicht bewusst ist, wie das Pflegesystem in Österreich organisiert und was auch an Eigenleistung im Bedarfsfall gefordert ist."

 

Auf www.keinesorgen.at/pflege finden Interessierte nun in übersichtlicher Form Antworten auf Fragestellungen wie "Wann habe ich Anspruch auf Pflegegeld und wie kann ich es beantragen?", "Wie viel Pflegegeld steht mir zu?" oder "Wo bekomme ich Hilfe für die Pflege daheim beziehungsweise wie viel kosten mir dagegen soziale Dienste?". Der User erhält darüber hinaus auch Informationen zum Angebot der Pflegeheime in Oberösterreich - gemeinsam mit mehreren Kostenbeispielen, die verdeutlichen, mit welchen Aufwänden ab einem gewissen Leistungsangebot zu rechnen ist. Neben der Situation in Oberösterreich wird auch auf Salzburg und die Steiermark näher eingegangen.

 

Eine weitere Rubrik gibt allgemeine Studienergebnisse wieder, die auch einen Einblick geben, was ein heute junger Mensch in Zukunft vom staatlichen Pflegesystem erwarten kann.

 

Ein großer Bereich widmet sich der privaten Vorsorge für den Pflegefall. Dabei informiert die Oberösterreichische nicht nur über das eigene Produkt Pflegeversicherung, sondern gibt auch einen Überblick, auf welche Punkte bei Abschluss zu achten ist.

 

 

Pflegekosten: Das Pflegegeld reicht nicht aus

Von der Notwendigkeit der privaten Vorsorge für die Pflegefall ist die Oberösterreichische schon seit Jahren überzeugt. Für Generaldirektor Dr. Weidl erscheint sie sogar fast noch wichtiger als die Zusatzpension: "Die Pflege im Alter kann unter Umständen sehr teuer werden und nur die wenigsten können sich eine intensive Pflege leisten. Das staatliche Pflegegeld kann diese Kosten nur zum Teil abdecken. Den Rest muss dann die Familie bestreiten - sei es durch Übernahme der Pflege oder mit Aufbringung eigener Geldmittel."

 

"In Oberösterreich müssen pflegende Angehörige für eine Betreuungsstunde mit diplomierten Pflegepersonal mindestens 4,68 Euro und bis zu 22,77 Euro (inklusive pauschalierten Pflegegeldanteil) einkalkulieren. Mit welchen Kosten dann wirklich zu rechnen ist, hängt aber vom monatlichen Nettoeinkommen und der Pflegestufe des Betroffenen ab", erklärt Dipl.-Ing. Konrad Himmelbauer, Leiter Vertrag Leben/Unfall in der Oberösterreichischen Versicherung.

 

Beispiel:

Bei einer Pension von 1.500 Euro, abzüglich Miet-, Heiz- und Betriebskosten von 400 Euro, liegt die Bemessungsgrundlage für die Förderung bei 1.100,-- Euro. Bei diesem Betrag muss der Betroffene mit einem Mindestkostenbeitrag von 9,76 Euro pro Stunde (inkl. 3,93 Pflegegeldanteil) rechnen.*

*Die genauen Daten für die individuelle Berechnung finden Interessierte auf den Infoseiten der Oberösterreichischen.

 

Im Durchschnitt kostet die private Versorgung rund um die Uhr zu Hause zwischen 1.500 und 2.000 Euro im Monat, alle Förderungen (ausgenommen Pflegegeld) und Ausgaben für Rezeptgebühren, Heilmittel, Fahrten und soziale Dienste miteingerechnet. Das Pflegegeld liegt zwischen 148,30 Euro im Monat bei Pflegestufe 1 bis 1.562,10 bei Pflegestufe 7 (Schwerstpflegebedürftigkeit). Der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen ist aber zwischen Pflegestufe 1 - 4 eingestuft und erhält daher maximal 632,70 Euro im Monat staatliche Unterstützung. Eine Lücke von durchschnittlich 1.000 Euro im Monat gilt es dann selbst zu finanzieren.

 

Kosten und staatliche Förderung werden zukünftig noch weiter auseinander klaffen fürchtet der Versicherungsmathematiker: "Die Pflegebedürftigen werden immer mehr und die Ausgaben steigen entsprechend an. Das wird sich mittelfristig auch auf das staatliche Pflegesystem auswirken", so Himmelbauer. Bestätigt wird dies auch durch neue Studien wie jene des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFO), die eine Unfinanzierbarkeit des Systems spätestens mit 2025 prophezeien.

 

Je früher der Einstieg, desto günstiger die Prämien

Wie bei der Pensionsvorsorge gilt auch bei der Pflegeversicherung: je früher mit der Vorsorge begonnen wird, desto günstiger für den Versicherungsnehmer. So kann sich ein heute 30jähriger Mann bei der Oberösterreichischen bereits mit einer Prämie von nur 11,38 pro Monat eine lebenslange monatliche Rente für den Pflegefall von 1.000 Euro ansparen. "Damit ist der junge Mann aber nicht nur für den Pflegefall im Alter, sondern auch für eine längere Pflegebedürftigkeit zum Beispiel nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit abgesichert", klärt Dipl.-Ing. Himmelbauer auf. Bei der Pflegeversicherung der Oberösterreichischen gilt bereits nach drei Monaten Einzahlung der volle Versicherungsschutz.

 

In diesem Zusammenhang bietet die Oberösterreichische auch ein innovatives Produkt für die vorübergehende Pflegebedürftigkeit nach beispielsweise einem Knochenbruch oder einer Operation: Im Rahmen des Keine Sorgen Schutzengelprogramms stellt die Oberösterreichische ab nur 2,50 Euro zusätzlich im Monat eine "Alltagshilfe" zur Verfügung, die für diese Zeit das Einkaufen, Kochen, Putzen etc. übernimmt.

 

 

Oberösterreichische: Die Vorreiterrolle macht sich bezahlt

Die Oberösterreichische brachte bereits vor zwei Jahren als einer der ersten Anbieter Österreichs eine eigene Pflegeversicherung auf dem Markt. Der Erfolg war bis jetzt noch relativ bescheiden, weil bisher auch das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Produktes bei der Bevölkerung zu wenig deutlich wahrgenommen wurde. Diese Bewusstseinsmachung mitzutragen, auch wenn der  Erfolg sich erst später einstellt, ist aber für Dr. Weidl auch Teil einer Vorreiterrolle: "Die private Vorsorgeberatung ist für die Oberösterreichische ein sehr wichtiger Zukunftsmarkt, den wir auch noch weiter ausbauen werden. Das schließt auch ein, dass wir die Entwicklungen am Markt laufend beobachten und die Erkenntnisse in die Weiterentwicklung unserer Produkte investieren. Es wird auch zukünftig immer unser Ziel sein, uns an den aktuellen aber auch künftigen Bedürfnissen unserer Kunden zu orientieren."

"Diese Vorreiterrolle macht sich nun bezahlt: Kommt es zum Ernstfall, weiß der Kunde, dass unser Produkt die benötigte finanzielle Hilfe bietet", betont Dr. Weidl abschließend.