19. 06. 2007 16:14

Vertraulichkeit grob verletzt - Oberösterreichische erstattet Strafanzeige wegen Amtsmissbrauch

Linz, den 19.6.2007 - "Wir sind empört über den Umgang mit vertraulichen Meldepflichten und erstatten Strafanzeige gegen unbekannt wegen der Verletzung des Amtgeheimnisses, Amts-missbrauch und Verletzung des Datenschutzes", erklärt der Vorstand der Oberösterreichischen Versicherung. Die Oberösterreichische reagiert damit auf die Veröffentlichung der Meldung an das Bundeskriminalamt in Rahmen der Insolvenz des SK Sturm: "Wir sind aufsichtsrechtlich zur Meldung verpflichtet und verwehren uns strikt dagegen, dies als Anzeige unsererseits ausgelegt zu sehen", betont der Vorstand.

Während in anderen aktuellen Verfahren die Nichteinhaltung der gesetzlichen Meldepflicht schwerwiegende Folgen nach sich zieht, muss sich die Oberösterreichische nun rechtfertigen, dass sie dieser Pflicht zeitgerecht nachkommt. Erschreckend ist, dass diese vertrauliche Meldung nicht nur publik gemacht wird, sondern dass damit auch Verdächtigungen in den Raum gestellt werden, die nicht den Tatsachen entsprechen:

 

"Diese Meldung ist keine Anzeige unsererseits gegen ehemalige Spieler des SK Sturm. Im Zuge einer Insolvenz und den Geständnissen des SK-Präsidenten Hannes Kartnig ist die Überprüfung und Meldung von abgeschlossenen Versicherungsverträgen schlichtweg verpflichtend notwendig geworden. Dass dies nun als bestätigter Verdacht missgedeutet wird, ist letztlich eine Rufschädigung für die Spieler, wovon wir uns mit Nachdruck distanzieren", so der Vorstand abschließend.