In keiner anderen Sparte stehen die Versicherungsberaterinnen und -berater vor größeren Herausforderungen als in der Vorsorge. Der Kunde kann mittlerweile aus einer breiten Produktvielfalt wählen, bestehende Angebote werden laufend adaptiert und den neuesten Entwicklungen angepasst. Die individuellen Kundenbedürfnisse stehen im Vordergrund, und so gleicht kein Abschluss dem anderen. "Bei der Vorsorge handelt es sich vorrangig um über Jahrzehnte gehende lebensbegleitende Partnerschaften. Die Vorsorge-Beratung setzt daher höchstes Fach Know-how und laufende Weiterbildung voraus, um das Vertrauen der Kunden zu rechtfertigen. Mit der Vorsorge Akademie haben wir nun einen wichtigen Schritt realisiert, um die Ausbildung der Keine Sorgen Berater im Bereich der Vorsorge auf eine noch professionellere und vor allem allgemein anerkannte Basis zu stellen", erklärt Dr. Wolfgang Weidl, Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung die Beweggründe für die Erarbeitung dieses Konzeptes einer "Vorsorge Akademie" an der Johannes Kepler Universität Linz.
Bereits langjährige Zusammenarbeit der
Oberösterreichischen mit der JKU Universität Linz
Mit der Johannes Kepler Universität Linz verbindet die Oberösterreichische Versicherung bereits eine langjährige intensive Zusammenarbeit über das Institut für Versicherungswirtschaft. Die Oberösterreichische ist nicht nur Gründungsmitglied, sondern ist auch mit wesentlichen Funktionen in den Gremien sowie im Lehrpersonal der Universitätslehrgänge für Versicherungswirtschaft und Finanzdienstleistungen vertreten. Generaldirektor Dr. Wolfgang Weidl bekleidet zusätzlich auch die Funktion des Vorsitzenden des Institutes für Versicherungswirtschaft.
Die "Vorsorge Akademie" ist nun ein weiteres gemeinsames Projekt, um die Ausbildung im Versicherungswesen in Oberösterreich weiter zu verbessern und auszubauen.
Oberösterreichische: Erstes Unternehmen österreichweit
mit einem eigenen Lehrgang "Vorsorge Akademie"
Die Vorsorge Akademie ist derzeit nur Mitarbeitern der Oberösterreichischen Versicherung vorbehalten. o.Univ.Prof. Dr. Helmut Pernsteiner erklärt den rechtlichen Hintergrund dazu: "Zwischen der Johannes Kepler Universität und dem Institut für Versicherungswirtschaft wurde ein Kooperationsvertrag für die Errichtung einer ‚Versicherungs- und Finanzdienstleistungsakademie' unterzeichnet. Dieser legt fest, dass in Zukunft jeder Versicherer im Rahmen der Richtlinien einen Lehrgang konzipieren, einreichen und von der Universität Linz zertifizieren lassen kann. Als Initiator dieses "Versicherungs- und Finanzdienstleistungsvertrages" reichte die Oberösterreichische Versicherung nun als erstes Unternehmen österreichweit ein Ausbildungskonzept für die Persönliche Vorsorge ein."
Gemeinsam mit Dr. Roland Koppler übernahm Prof. Dr. Pernsteiner die wissenschaftliche Leitung dieser Versicherungs- und Finanzdienstleistungsakademie.
Dem Lehrgang der Oberösterreichischen steht ein wissenschaftlicher Beirat bestehend aus zwei Vertretern der Universität Linz (Dr. Christian Oppl und o.Univ. Prof. Dr. Peter Jabornegg) und zwei Mitgliedern der Oberösterreichischen Versicherung (Monika Kern, DI Konrad Himmelbauer) zur Seite. Den Vorsitz führt Dr. Oppl.
Als Konzepteigentümer legt die Oberösterreichische Versicherung die Zielgruppen dieses Lehrganges fest. In einem ersten Schritt steht diese Ausbildung nun dem eigenen Außendienst zur Verfügung, Vorstandsdirektor Martin Janovsky möchte den Lehrgang aber mittelfristig auch für andere Interessenten öffnen: "Unsere Vertriebspartner, aber auch die Länderversicherer signalisierten uns bereits Interesse an einer Teilnahme. Es gibt hier auch bereits erste Gespräche, denn von unterschiedlichen Sichtweisen kann ein Lehrgang letztlich auch nur profitieren."
Mit der Initiative der "Versicherungs- und Finanzdienstleistungsakademie" steht es aber der Versicherungswirtschaft insgesamt frei, einen Lehrgang abgestimmt auf das eigene Unternehmen zu konzipieren. "Mit dieser Initiative konnten wir uns einmal mehr als Vorreiter in der Branche beweisen und damit eine zukunftsweisende Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität nicht nur für unser Unternehmen, sondern für die gesamte Versicherungswirtschaft erreichen", skizziert Dr. Wolfgang Weidl.
Vorsorgeakademie: Ausbildung zum "Zertifizierten Vorsorge Berater"
Die Teilnehmer der Vorsorge Akademie der Oberösterreichischen Versicherung werden in sieben Blockveranstaltungen jeweils Freitags und Samstags über einen breit gefächerten Themenbereich der Vorsorge informiert. Die Themen reichen von der Pflegesituation in Oberösterreich über die Pensions- und Altersvorsorge, das Privatrecht inklusive Erbrecht, das Steuerecht und das Sozialversicherungsrecht in den Grundzügen, die betriebliche Vorsorge bis hin zu den Chancen und Risken der verschiedenen Kapitalmarktinstrumente sowie Detailfragen über Veranlagungsprodukte.
Für den Lehrgang konnten renommierte Vortragende, wie unter anderem Mag. Dr. Elgin Drda, Abteilungsleiterin der Sozialabteilung des Amtes der OÖ. Landesregierung, Dr. Rudolf Mayer, Direktor der AUVA Landesstelle Graz, Dr. Roland Koppler, Bereichsdirektor Recht, Beteiligung und Planung bei der Oberösterreichischen Versicherung, Helmut Nuspl, Private Banking Oberbank, und Dr. Heinz Schaller, Wiener Börse, gewonnen werden. "Die Qualität des Lehrganges wird daher nicht nur durch die Begleitung und akademische Bewertung der Universität Linz gesichert, sondern auch durch praxisnahe Vortragende, die aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen in der Vorsorge berichten können", freut sich Martin Janovsky über einen interessanten Mix an Lehrinhalten und Vortragenden.
Für jeden der sieben Blockveranstaltungen sind Teilprüfungen abzulegen. Die Akademie endet mit einer Gesamtabschlussprüfung, die zur Anerkennung des Titels "Zertifiziert(e) Vorsorge Berater(in) qualifiziert. Die Vorlesungen starteten am vergangenen Wochenende, die ersten Absolventen erhalten bereits im Juli 2008 ihr Abschlussdiplom.
Die Vorsorgeakademie wird im Winter- und im Sommersemester angeboten. Als Mindestanforderung für die Aufnahme gelten der Lehrabschluss, die Matura bzw. die BÖV-Prüfung.
Vorbereitung zum Universitäts-Lehrgang
Akademische(r) Versicherungkaufmann/kauffrau bzw. Finanzdienstleister
Die Vorsorge Akademie ist ein zertifiziertes Ausbildungskonzept, aber kein eigenständiger Universitäts-Lehrgang. Für Prof Dr. Persteiner ist die Vorsorgeakademie daher als Übergang oder Ergänzung zum Universitäts-Lehrgang zu verstehen: "Die Vorsorge Akademie widmet sich schwerpunktmäßig dem Detailwissen zu Vorsorgeprodukten. Der Universitätslehrgang für Versicherungs-wirtschaft ist dagegen eine universitäre Ausbildung, die einen umfassenden Einblick in aktuelle versicherungswirtschaftliche Zusammenhänge gibt, mit dem Ziel, praxisnahe betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse speziell auf die Versicherungswirtschaft insgesamt zu vermitteln."
Als sehr gute Vorbereitung für die vertiefenden Universitätslehrgänge sieht auch Dr. Weidl die Vorsorge Akademie. "So bleibt auch in Zukunft die Ausbildung zum/zur Akademischen Versicherungskaufmann/kauffrau bzw. Finanzdienstleister für unser Unternehmen und für die Versicherungswirtschaft insgesamt wichtig und notwendig", betont Dr. Weidl abschließend.
Ansprechpartner:
Mag. Katharina Gstöttenbauer
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