Die von Mai bis September dauernde Sturm- und Hagelsaison wurde Anfang Juni mit einem Hochwasser eröffnet. In Oberösterreich hielten sich die Schäden in Grenzen. Wie die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, muss aber jederzeit wieder mit einer größeren Naturkatastrophe gerechnet werden. Mit der Kampagne "Unwetter sicher überstehen" machen der Zivilschutzverband OÖ und die Oberösterreichische Versicherung auf die Möglichkeiten der Vorsorge und des Selbstschutzes vor den Naturgewalten aufmerksam.
Hochwasser 3. Juni 2010:
Oberösterreich kam am 3. Juni 2010 mit einem "blauen Auge" davon. Nur an den bekannt neuralgischen Punkten Schärding und Steyr erreichte das Hochwasser bewohntes Gebiet. Die mobilen Hochwasserdämme entlang der Donau hielten ihrem ersten Test stand. Dank einiger Sonnentage danach entspannte sich die Lage an den Flüssen auch sehr schnell wieder.
Dennoch haben auch diese Tage wieder die Furcht vor einem Hochwasser wie 2002 hochleben lassen. Denn Rekord-Naturkatastrophen sind mittlerweile fast jedes Jahr zu befürchten. In den letzten 10 Jahren musste Oberösterreich mit der Hagelkatastrophe im Jahr 2000, dem Jahrhunderthochwasser 2002, der Schneedruck-Katastrophe 2006, den Stürmen Kyrill, Paula und Emma in den Jahren 2007 und 2008 und der Hagel- und Sturmkatastrophe 2009 sieben große Naturkatastrophen verkraften. Nicht nur die steigende Häufigkeit, sondern vor allem die Intensität dieser Naturkatastrophen gibt zu denken. Die Schadenssummen steigen überproportional zu jeder neuen Naturkatastrophe an. Die Extremwerte für Schnee und Regen werden laut Studien in ganz Österreich weiter zunehmen. Schon jetzt ist die Unversicherbarkeit in einzelnen Sparten schon Realität, wie beispielsweise in Bezug auf Hochwasser.
Investitionen in die Vorsorge machen sich bezahlt!
Manche Orte und Landstriche zählen mittlerweile zu Risikoregionen, die immer wieder von Naturgefahren getroffen werden. Viele Gegenden trifft es aber auch unerwartet und unvorbereitet, wenn zum Beispiel aufgrund eines starken Gewitterregens blitzartig Überflutungen entstehen. Durch die in den letzten Jahren immer häufiger auftretenden großen Naturkatastrophen betreffen mögliche Naturkatastrophenschäden mittlerweile nahezu jede Region in Oberösterreich. Eine Überprüfung, wie "unwettersicher" das eigene Haus ist und wie groß das Gefährdungspotential angesichts immer stärkerer Naturereignisse sein kann, ist daher sicherlich eine gute Investition für die Zukunft. Denn schon mit einfachen Maßnahmen lassen sich manche spätere Großschäden durch Naturkatastrophen vermindern oder sogar gänzlich vermeiden.
Die Kampagne "Unwetter sicher überstehen" des Zivilschutzverbandes OÖ und der Oberösterreichischen Versicherung setzt sich daher auch mit der Frage auseinander, wie Hausbesitzer ihr Gefährdungspotential hinsichtlich Naturkatastrophenschäden erkennen können.
Informationsbroschüre "Unwetter sicher überstehen"
Antworten dazu gibt unter anderem die gemeinsame Informationsbroschüre "Unwetter sicher überstehen" mit Vorsorge- und Verhaltenstipps vor und bei Unwettern. Experten des Zivilschutzverbandes OÖ und der Oberösterreichischen Versicherung haben ihr Fachwissen über die Gefahren und Schutzmaßnahmen zum Thema Unwetterschutz zusammengetragen. "In der 28seitigen Broschüre sind alle in Oberösterreich auftretenden Naturgefahren mit ihren möglichen Auswirkungen beschrieben. Dazu gibt es Tipps, mit welchen Maßnahmen Häuser besser geschützt werden können, bzw. auf welche Vorkehrungen bei Neubau geachtet werden sollte", erklärt Dr. Helmut Rogl, Bereichsdirektor Marketing der Oberösterreichischen Versicherung, die Zielsetzung der Informationsbroschüre. Die Informationsbroschüre liegt in den Keine Sorgen Centern der Oberösterreichischen Versicherung auf. Interessierte können diese aber auch direkt bei ihrem Keine Sorgen Berater oder über die Homepage www.keinesorgen.at bestellen. Die Broschüren sind natürlich auch beim OÖ. Zivilschutzverband erhältlich.
Infotour des OÖ. Zivilschutzverbandes:
Mit einer breit angelegten Info-Tour sowie mit Vorträgen und persönlichen Beratungen möchte der Zivilschutzverband OÖ auf die individuelle Situation jedes einzelnen Hausbesitzers eingehen. "Wir können dabei auf ein breites Fachwissen unserer landesweit rund eintausend haupt- und nebenberuflichen Mitarbeitern zurückgreifen. Zusätzlich dazu verfügen wir über ein ausgezeichnetes Netzwerk zu den Gemeinden, den Einsatzkräften und Organisationen wie zum Beispiel dem Siedlerbund", so LAbg. Bgm. Anton Hüttmayr, Präsident des OÖ. Zivilschutzverbandes.
Eine erste Informationsveranstaltung ist parallel zur Pressekonferenz am Linzer Hauptplatz geplant. Gemeinsam mit der Feuerwehr Linz informiert der Zivilschutzverband über einfache, aber effektive Erstmaßnahmen nach einer Unwetterwarnung. Bei diesen Infoveranstaltungen verteilt der Zivilschutzverband auch die Infobroschüre "Unwetter sicher überstehen".
Mehr als 30 Informationsstände soll es in den nächsten Wochen in allen Regionen geben, unter anderem auch auf der Messe Freistadt und der Messe Braunau.
Wandzeitung für alle Gemeindeämter
Für alle Gemeinden Oberösterreichs gibt es direkte Ansprechpartner des OÖ. Zivilschutzverbandes "Als zusätzliche Informationsquelle am Gemeindeamt wird es nun auch eigene Wandzeitungen mit den wichtigsten Tipps rund um die Unwettervorsorge geben", skizziert Hüttmayr.