Mit einem Prämienwachstum von 9,6 % gegenüber dem Vorjahr konnte die Oberösterreichische Versicherung 2010 ihre Nummer 1 Position in Oberösterreich weiter ausbauen. Speziell bei Leben konnte das Unternehmen deutlich über dem Markt reüssieren. "Wir werden an das Vorjahresergebnis anschließen können, welches mit 12,7 Mio. Euro das beste der Unternehmensgeschichte war. Eine ausgezeichnete Basis für das Jubiläumsjahr 2011", zieht Generaldirektor Dr. Wolfgang Weidl eine erste Bilanz über das abgelaufene Geschäftsjahr.
Lebenssparte als Wachstumstreiber
Wie in den letzten Jahren konnte die Oberösterreichische Versicherung auch 2010 wieder deutlich über dem Markt wachsen. Bei den Lebenprodukten mit laufender Prämieneinzahlung (klassische Alters- und Lebensvorsorge) stiegen die Prämieneinnahmen um 31,7 %. Bei den Leben Einmalerlägen erhöhte sich das Prämienvolumen sogar um 64 % .
Insgesamt wuchs die Sparte Leben um 35,6 % gegenüber 2009. "Neben guten, modernen Produkten und dem hohen Know-how unserer Mitarbeiter hat besonders die mit 4 % im Spitzenfeld der Branche liegende Gewinnbeteiligung zu diesem Erfolg geführt", ist Generaldirektor Dr. Wolfgang Weidl überzeugt.
Die Anzahl der Kunden stieg erstmals über 400.000. Aktuell betreut die Oberösterreichische 407.415 Kunden - das ist ein Plus von 9.454 Kunden gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Verträge stieg auf 1.482.489 Mio. (+2,4%).
Die Schaden-Unfallversicherung konnte 2010 um 0,5 % zulegen. Die Versicherungsleistungen in dieser Sparte reduzierten sich um 24,5 %. "Die großen Naturkatastrophen sind im Gegensatz zu den Vorjahren ausgeblieben, was auch für den Rückversicherungsmarkt ein wichtiges Entspannungssignal ist", so Dr. Weidl.
Für das Jubiläumsjahr 2011 geht der Vorstand von einem leichten Wachstum des Marktes aus. Dieses Gesamtwachstum trotz Prämiendrucks in Schaden-Unfall sollen vor allem neue Produktvarianten ermöglichen, skizziert Finanzvorstand Mag. Nagl: "Unser Haus hat rasch auf die neuen steuerlichen Rahmenbedingungen reagiert und vor allem das Angebot im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherungen erweitert. Mit "JubiLa" bieten wir 2011 auch ein speziell konzipiertes Jubiläumsprodukt im Bausteinsystem mit der Möglichkeit zusätzlicher Gewinne durch Teilnahme an einer Auslosung."
Einen deutlichen Einschnitt erwartet sich Vorstandsdirektor Mag. Nagl dagegen bei den Einmalerlagsprodukten: "Mit der Anhebung der steuerlichen Mindestlaufzeit von 10 auf 15 Jahre per 1.1.2011 haben die Einmalerläge und Verträge mit abgekürzter Prämienzahlungsdauer zumindest vorübergehend an Attraktivität verloren", so der Experte. "Einen Impuls für die Lebensversicherung, insbesondere die Betriebliche Altersvorsorge, sehen wir aber dadurch, dass der gesetzliche Garantiezins nur mehr bis 31. März bei 2,25 % liegt. Es ist daher in jedem Fall sinnvoll, eine Lebensversicherung noch im ersten Quartal abzuschließen", so Vorstandsdirektor Nagl.
Pflegeversicherung: Appell für 2011: Privat vorzusorgen, muss sich auszahlen!
Die Oberösterreichische brachte als eine der ersten Versicherungsunternehmen am Markt die "Pflegeversicherung" heraus. "Wir tragen damit der allgemeinen Sorge zur Zukunft der Pflege Rechnung. Der Pflegeengpass in den öffentlichen Budgets und der Mangel an Pflegekräften ist absehbar und heute unbestritten. Mit dem neuen Produkt der "Pflegeversicherung" haben wir eine zukunftsorientierte Antwort entwickelt. Unsere Kunden sollen sich auch beim Thema Pflege "Keine Sorgen" machen müssen", erläutert Dr. Weidl.
Das grundsätzliche Interesse für die private Pflegezusatzvorsorge ist da, doch die Abschlüsse blieben auch 2010 branchenweit hinter den Erwartungen. Für Dr. Wolfgang Weidl sind daran zwei Gründe ausschlaggebend: Die Verunsicherung über die zukünftige Ausgestaltung des Pflegesystems, die vielen offenen Fragen bezüglich künftiger Selbstbehalte und Finanzierungsbeteiligungen und vor allem die derzeitige Schlechterstellung von jenen, die privat vorsorgen.
"Niemand will für etwas zahlen, was er momentan noch staatlich finanziert erhält", erläutert Dr. Weidl. "Deshalb ist der Nutzen einer Zusatzversicherung derzeit noch schwer greifbar. Dazu kommt noch, dass private Pflegegeldleistungen auf staatliche Zuschüsse angerechnet werden. Damit werden jene zusätzlich bestraft, die privat heute schon vorsorgen", fordert Dr. Weidl hier ein rasches Umdenken und vorsorgefreundlichere Regelungen.
Ausgezeichnete Basis für das Jubiläumsjahr:
200 Jahre Oberösterreichische Versicherung am 23. Jänner 2011
Am 23. Jänner 2011 feiert die Oberösterreichische Versicherung ihr 200jähriges Unternehmensjubiläum. Mit den Zuwächsen aus dem Geschäftsjahr 2010 konnte das Unternehmen seine führende Position in Oberösterreich für Schaden-Unfall und Leben ausbauen. "Doch es sind nicht nur die Zahlen, die ein Unternehmen wie die Oberösterreichische auszeichnen", bekräftigt Dr. Wolfgang Weidl, der seit 1997 Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung ist. Ebenso wichtig sind die Soft Facts. Umfragen bestätigen der Oberösterreichischen Versicherung höchste Imagewerte für Nähe, Vertrauen und Kompetenz.
Gegründet wurde die Oberösterreichische Versicherung am 23. Jänner 1811: König Max I ordnete die Errichtung einer "Allgemeinen Brandversicherungsanstalt" für das Königreich Bayern an. Zu dieser Zeit gehören das gesamte Innviertel, Teile des Hausruckviertels und Salzburg zu Bayern. Diese Gebiete fielen 1816 wieder an Österreich zurück und die Versicherungsanstalt wurde in Oberösterreich und Salzburg weitergeführt. 1848 kommt es zur Loslösung von Salzburg. Die Stände übernehmen die Leitung und das Linzer Landhaus wird zum ersten Domizil. Anstelle der Stände trat später der oö. Landtag und die oö. Landesregierung. Diese enge Verbindung mit der oö. Landesregierung dauerte über 125 Jahre.
Die Satzungsänderung 1974 sicherte die Selbständigkeit als eigener Wirtschaftskörper. Aus der ehemaligen Landesbrandschaden-Versicherungsanstalt wurde die Oberösterreichische Versicherung.
In den letzten 200 Jahren hat sich das Unternehmen innovativ den Herausforderungen der Zeit gestellt. Wichtige Innovationen des Unternehmens waren unter anderem:
* Die Gründung im Jahr 1811 war selbst eine Innovation in der damaligen Zeit. In den folgenden Jahrzehnten wurden auch in anderen Bundesländern regionale Brandversicherungsanstalten gegründet.
* Umstellung vom Umlageverfahren auf die Prämienvorauszahlung 1865
* Einführung der Mobiliarversicherung 1877
* Gründung Brandverhütungsstelle 1932
* Entwicklung und Einführung der beweglichen Versicherung nach dem 2. Weltkrieg
* Erster Anbieter einer Sturmversicherung 1952
* Registrierung der Kunden nach einer Kundennummer Anfang der 70iger Jahre. Damit wurde die Grundlage für die Kundenorientierung gelegt.
* Pflegeversicherung 2004
* Modell der Elementarschadenprävention 2010
Die Oberösterreichische Versicherung war und ist nach wie vor ein Vorreiter nicht nur in der Branche. Das Unternehmen ist mit 1.078 Mitarbeitern (davon 233 selbständige Exklusivagenten) ein wichtiger Arbeitgeber und wesentlicher Wirtschafts- und Gesellschaftsfaktor in Oberösterreich. "Diese Mit-Verantwortung für Oberösterreich wollen wir auch für die nächsten 200 Jahre Oberösterreichische Versicherung übernehmen!", verspricht Generaldirektor Dr. Wolfgang Weidl.
Die Zukunftsweichen wurden gestellt:
Für die zukünftige erfolgreiche Entwicklung der Oberösterreichischen Versicherung wurden 2010 auch wichtige personelle Weichenstellungen gesetzt. Dr. Josef Stockinger ist seit Oktober neu in der Führung der Oberösterreichischen Versicherung. Als Generalsekretär des Unternehmens mit Prokura arbeitet er sich zur Zeit in das Versicherungsgeschäft in seiner ganzen Breite ein und wird Generaldirektor Dr. Weidl nach seiner Pensionierung im Laufe des Jahres 2011 als Vorstandsvorsitzender nachfolgen.
"Gemeinsam mit Vorstandsdirektor Mag. Nagl und dem Führungsteam arbeiten wir nun schon intensiv an den Zukunftschancen für die Oberösterreichische Versicherung und an einer weiteren ambitionierten Vision für die nächsten Jahre und Jahrzehnte", erklärt Dr. Stockinger.
Durch den Wechsel von Dr. Stockinger in das Führungsteam der Oberösterreichischen Versicherung wurde nun auch die Position eines Aufsichtsrates der Vermögensverwaltung vakant. In der Aufsichtsratssitzung vom 20. Dezember 2010 wurde der neue Landesrat Max Hiegelsberger für diese Position bestellt, die traditionell das Bindeglied der Oberösterreichischen Versicherung zu den öffentlichen Institutionen darstellt.
"Die Oberösterreichische Versicherung ist sehr gut aufgestellt, wir haben die Strukturen für einen modernen Leitbetrieb geschaffen und bauen auf ein hervorragendes Team. Das lässt auch für die nächsten 200 Jahre Oberösterreichische Versicherung sehr viel erwarten!", so Generaldirektor Dr. Wolfgang Weidl abschließend.
Bei Rückfragen:
Mag. Katharina Gstöttenbauer
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