Obliegenheit

Obliegenheit – Was bedeutet das?

Obliegenheiten sind die Verpflichtungen des Versicherungsnehmers, die er eingeht, wenn er mit einer Versicherung einen Vertrag abschließt. Von der Erfüllung einer Obliegenheit hängt dann auch der Versicherungsschutz ab.

Allen voran ist es in der Versicherung Obliegenheit des Versicherungsnehmers, gültige und ehrliche Angaben zu seiner Person, zu den Angaben im Versicherungsvertrag und zum Risikoausmaß zu geben. Kommt es im innerhalb der vereinbarten Laufzeit des Vertrages zu einer Erhöhung des Risikos, so muss dies der Versicherungsnehmer auch seinem Versicherer weiterleiten.

Neben den Obliegenheiten bei Vertragsabschluss gibt es auch Obliegenheiten zum versicherten Risiko selbst, bevor ein Schadenfall eintritt. Um das Schadenrisiko eines versicherten Gutes nicht zu erhöhen, kann zum Beispiel die richtige Wartung und Instandhaltung und die Verwendung des Gutes entsprechend der Herstellerbedingungen als Obliegenheit definiert sein oder auch das Versperren der Eingangstüren, Terrassen und sonstiger Öffnungen als Schutz vor Diebstahl. Als Obliegenheit vor Eintritt eines Schadenfalles kann auch die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften definiert sein.

Im Schadenfall ist der Versicherungsnehmer angehalten, soweit wie möglich und der Situation angepasst für eine Minderung bzw. Vermeidung von weiterem Schaden zu sorgen. Weiters hat der Versicherungsnehmer eine Schadenmeldepflicht beim Versicherer sowie wenn nötig auch bei den Sicherheitsbehörden. Eine Obliegenheit ist auch die Schadenaufklärungspflicht, sodass die Versicherung alle wesentlichen Informationen für die Schadenermittlung zur Verfügung hat.

Wo finde ich die Obliegenheiten für meinen Vertrag?

Die Obliegenheiten des Versicherungsnehmers sind in den Allgemeinen Bedingungen und Besonderen Bedingungen des jeweiligen Vertrages festgelegt.

Was passiert, wenn man die Obliegenheiten nicht erfüllt?

Werden Obliegenheiten verletzt, kann der Versicherungsschutz zum Teil oder auch vollständig verloren gehen.