Sturmwarnung – was kann ich tun?

„Ein Sturmtief zieht über Oberösterreich. Der Wind aus West bis Nord- West legt morgen tagsüber deutlich zu. Sturmböen um die 100 km/h, vereinzelt Orkanböen bis 120 km/h werden erwartet. „

Eine Sturmwarnung wie diese können uns das ganze Jahr über erreichen, häufen sich jedoch insbesondere ab dem Frühjahr bis in den Spätherbst.

Der Klimawandel trägt dazu bei, dass heftige Elementarereignisse immer häufiger wahrgenommen werden.

Was kann passieren?

Neben dem Winddruck wirken noch andere Kräfte auf das Gebäude ein, wie Sogkräfte und Verwirbelungen an den Schnittkanten der Gebäudegeometrie.

Naturgemäß sind es die Außenbauteile eines Gebäudes, die dem Sturm die meisten Angriffsmöglichkeiten bieten.

Durch die Windkräfte können Dacheindeckungen abgedeckt, Fassadenelemente abgerissen sowie Sonnenschutzelemente wie Außenjalousien, Rollläden oder Markisen aus der Verankerung gerissen werden. Alle Dach-Aufbauten wie Antennen, SAT-Anlagen, Solar- oder Photovoltaik- Anlagen sind durch ihre exponierte Lage besonders gefährdet.

Nicht verankerte Gegenstände wie Gartenmöbel, Sonnenschirme und dergleichen, aber auch Baubestandteile von Nachbarobjekten können durch die Windkräfte durch die Gegend geschleudert werden und beim Auftreffen auf das Gebäude mitunter große Schäden verursachen.

Auch entwurzelte oder abgerissene Bäume, die auf das Haus stürzen, können massive Reparaturkosten nach sich ziehen.

Und dann auch noch der Regen: Niederschlagswasser dringt bei abgedeckten Dächern ein und verursacht schlussendlich auch noch Wasserschäden im Inneren des Gebäudes.

Was kann ich vor dem Sturm tun?

An oberster Stelle der Präventionsmaßnahmen steht die fachgerechte Anwendung der technischen Regeln und zwar sowohl für die Bauplanung als auch für die Bauausführung.

Aber alle Bauteile unterliegen auch einer Alterung und dem Zerfall. Deshalb ist auch die Bauunterhaltung ein wichtiger Faktor für eine Schadenvermeidung. Regelmäßige Kontrollen der Bausubstanz, insbesondere der Dacheindeckung und Dachkonstruktion sind ein „Muss“ für jeden Gebäudeeigentümer.

Oftmals sind es auch Kleinigkeiten, die einen Schaden verhindern oder vermindern.

  • Ziehen Sie schon bei nahendem Sturm Markisen und Sonnensegel ein sowie Außenjalousien hoch.
  • Schließen Sie alle Fenster, Türen und Tore.
  • Holen Sie alle beweglichen, außerhalb des Gebäudes befindlichen Gegenstände (wie Gartenmöbel, Gartengeräte, Sonnenschirme, Spielsachen, Trampolin etc.) soweit möglich ins Haus oder bringen Sie diese in einen anderen geschützten Bereich oder sichern Sie diese.
  • Zur Vermeidung von Schäden durch umstürzende Bäume oder abgerissene Äste empfehlen sich regelmäßige „gärtnerische“ Vorkehrungen. Verändert sich im Laufe der Zeit das Verhältnis „Baumgröße“ zu „Abstand vom Gebäude“ ungünstig, sollte dies korrigiert werden und im Extremfall auch eine Baumfällung in Betracht gezogen werden.
  • Bringen Sie auch Ihr Fahrzeug in geschützte Bereiche.

Was kann ich nach dem Sturm tun?

  • Verlassen Sie erst nach Abklingen des Sturms den schützenden Bereich.
  • Nehmen Sie Ihr Gebäude in Augenschein und überprüfen Sie insbesondere die Dacheindeckung und Dachkonstruktion auf Schäden.
  • Falls erforderlich, organisieren Sie zur Vermeidung von eindringendem Niederschlagswasser Noteindeckungen. Wenden Sie sich dazu an Dachdecker-, Spenglerbetriebe, Baufirmen und Zimmerei-Betriebe aus Ihrer Umgebung.
  • In absoluten Notfällen, zur Rettung von Mensch und Tier und bei schweren Gebäudeschäden durch Elementarereignisse, können Sie auch Hilfe bei der Feuerwehr anfordern.
  • Dokumentieren Sie den entstandenen Schaden mit Fotos.
  • Bitte vergessen Sie die unverzügliche Schadenmeldung nicht! Wenden Sie sich dazu am besten an Ihren Betreuer, der Ihnen die Formalitäten abnimmt und die weitere Vorgangsweise mit Ihnen vereinbart.

Wetterwarnung per SMS

Wer immer aktuell und genau auf den eigenen Wohnort abgestimmt über mögliche Wetterkapriolen informiert sein will, für den gibt es die Möglichkeit, sich diese Wetterwarnungen, wie eine Sturmwarnung, auf das eigene Mobiltelefon schicken zu lassen. Die Oberösterreichische Versicherung bietet in Zusammenarbeit mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ein Wetterwarn-Service. Damit erhalten Sie eine Mitteilung auf Ihr Mobiltelefon, ob Sie möglicherweise von Unwettern in Ihrem Wohngebiet betroffen sind. Falls Sie diesen Service noch nicht haben, können Sie auch auf unseren Homepageseiten die Wetterwarnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) nachlesen -> ZAMG Wetterwarnungen