Meine berechnete Pensionsprognose: Was bedeuten die einzelnen Pensionswerte?

Mit dem >>Pensionsrechner der Oberösterreichischen erhalten Sie umfangreiche Prognoseinformationen zu Ihrer regulären Alterspension, zur Berufsunfähigkeitspension und zur Korridorpension. Wie diese Pensionswerte richtig gelesen werden, erklärt dieser Blog:

Alterspension regulär:

Anhand folgendem Beispiel eines Mannes, 38 Jahre, Bruttoeinkommen 3500,- Euro , 10.000,- Euro Pensionsgutschrift und 492 Versicherungsmonaten ohne Berücksichtigung der Inflation erklären wir die einzelnen Pensionswerte.

Die Ergebnisse sind sowohl als Netto-Pensionswerte sowie in Klammer rechts auch als Brutto-Pensionswerte dargestellt.

 

Laufende Pension

Laufende Pension ist jene, welche Sie von Januar bis Dezember eines Jahres ab dem angezeigten Stichtag erhalten. Die angezeigten Werte in der ersten Spalte verstehen sich als „netto“ nach Abzug der aktuellen gesetzlichen Steuern und Abgaben. Die Werte in Klammer stellen die Bruttowerte dar. Die gesetzliche (Brutto-)Pension wird jährlich jeweils zum 1.1. gemäß gesetzlichen Vorgaben erhöht.

Sonderzahlungen gesamt

Sie erhalten im April und Oktober Sonderzahlungen, ähnlich dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld eines Aktiven. Diese Sonderzahlungen sind begünstigt versteuert (6 % Lohnsteuer). Der dargestellte Wert ist die Summe dieser beiden Zahlungen.

Summe Pension im Jahr

Ist die Summe aus laufenden Pensionszahlungen und Sonderzahlungen von Jänner bis Dezember eines Jahres. Diese Darstellung dient Ihrem besseren Überblick.

Pensionslücke im Jahr

Errechnet wird hier Ihr letztes aktives Einkommen vor Antritt der Pension auf Jahresbasis und die Differenz zwischen der Jahrespension und dem letzten Jahreseinkommen.

Ersatzrate im Jahr

Dies ist das prozentuelle Verhältnis zwischen Nettopension auf Jahresbasis und letztem aktivem Netto-Einkommen auf Jahresbasis. Im Beispiel würde die Person im obigen Beispiel ab 1.1.2044 rund 81,50 % netto im Vergleich zu  dem unmittelbar davor bezogenen Einkommen als Aktiver haben, brutto beträgt diese Differenz rund 68,50 %. Dieser prozentuelle Unterschied zwischen „netto“ und „brutto“ ist auf deutlich geringere gesetzliche Abzüge von der Bruttopension als vom Bezug als Aktiver zurückzuführen.

 

Berufsunfähigkeitspension

Die Berechnung geht beim Stichtag immer davon aus, dass die Berufsunfähigkeit mit Datum der Berechnung eintritt und erfolgt auf Basis der eingegebenen Werte. Simuliert wird hier nur der Zeitraum von 1.1. des Jahres bis zum Stichtag (die Werte für Gesamtgutschrift und erworbene Versicherungsmonate per 31.12. des Vorjahres stehen fest und wurden eingegeben).

Die Berechnung geht davon aus, dass eine Berufsunfähigkeit gemäß den gesetzlichen Erfordernissen eintritt. Beachten Sie bitte, dass insbesondere im Bereich des ASVG für Personen welche ab 1.1.1964 geboren sind, nur eine voraussichtliche lebenslange Berufsunfähigkeit zu einer Berufsunfähigkeitspension führen kann.

Zu den einzelnen Werten gilt Selbiges wie bei der regulären Alterspension.

 

Alterspension vorgezogen als mögliche Korridorpension

Eine Korridorpension ist frühestens ab Alter 62 mit Abschlägen möglich, wenn die Mindestanzahl von 40 Versicherungsjahren erreicht worden ist. Hier werden die unterschiedlichen Pensionswerte je nach Antrittszeitpunkt angezeigt.

Die errechneten Pensionswerte bieten eine Orientierungshilfe für Ihre persönliche Vorsorgeplanung. Beachten Sie dazu aber bitte auch nachfolgend unseren rechtlichen Hinweis.

 

Keine Sorgen Blog/ Autor: Markus Reindl MBA MSc MA/ BAV-Spezialist Oberösterreichische Versicherung AG

 

 

Rechtlicher Hinweis:

Aufgrund von Annahmen, welche die Zukunft betreffen (angenommene jährliche Gehaltsteigerungen,…) sowie Anwendung der aktuell gültigen sozial- und steuerrechtlichen Regelungen handelt es sich bei allen Berechnungen und Werten um unverbindliche Richtwerte. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Berechnungen und Werte wird keinerlei Gewähr übernommen. Es gilt jedoch: mit jedem vergangenen Jahr, und somit weniger in die Zukunft zu prognostizierenden Jahren, wird die Prognoseberechnung „genauer“ – das ist der große Vorteil des Pensionskontos und der Prognoseberechnungen aus diesem.

Bei der Errechnung der Nettobezüge wurden die aktuell gültigen etwaig zustehenden Pauschalbeträge für Werbungskosten sowie der derzeit jeweils in Geltung stehende Verkehrsabsetzbetrag berücksichtigt. Bei der Berechnung der Nettopensionen wurde, sofern dieser zusteht, der derzeit gültige Pensionistenabsetzbetrag berücksichtigt.

Alle Prognoseberechnungen gehen davon aus, dass zum berechneten Pensionsstichtag die erforderlichen Versicherungsjahre sowie weitere gesetzliche Voraussetzungen auch tatsächlich vorliegen.

Rechtsverbindliche Auskünfte zu Ihren gesetzlichen Pensionen kann Ihnen ausschließlich Ihr zuständiger Pensionsversicherungsträger geben!

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Im Keine Sorgen Blog gibt es noch weitere Informationen rund um den Pensionsrechner und um Ihre persönliche Vorsorge: