Versicherung: Was kann man versichern und was nicht?

Beinahe für alles gibt es eine Versicherung, aber gegen welche Gefahren kann man sich genau versichern? Und warum schließen Versicherungsunternehmen manche Risiken aus? Aufschluss darüber geben die Versicherungs-Bedingungen. Sie sind die Grundlage eines Versicherungs-Vertrags und regeln alles Wesentliche. In den Bedingungen ist unter anderem aufgelistet, wofür genau Versicherungsschutz besteht und welche Gefahren nicht versichert sind (so genannte Risikoausschlüsse).

Einer für alle, alle für einen. In der Gemeinschaft stark

Alle Versicherungen haben einen Grundgedanken: Genau definierte Gefahren werden auf eine möglichst große Gemeinschaft aufgeteilt. So bewahrt man den Einzelnen im Schadensfall vor schwerwiegenden finanziellen Auswirkungen. Die Gemeinschaft der Versicherten trägt den Schaden. Durch die Prämien ihrer Mitglieder ist diese Gemeinschaft wirtschaftlich stark genug, um auch große Schäden zu ersetzen. Die große Gemeinschaft trägt dazu bei, dass die Prämien „klein“ bleiben.

Wenn ein Risiko nur einen Einzelnen oder nur sehr wenige Menschen betrifft, entsteht keine Gemeinschaft, die groß genug ist, um einen großen Schaden zu tragen.

Beispiel: Nahezu für jedes Haus in Österreich besteht eine Feuerversicherung. Zum Glück betrifft ein Brand nur wenige Hausbesitzer. Es entsteht also eine Risikogemeinschaft und viele zahlen daher für wenige.

Wann übernimmt eine Versicherung ein Risiko?

Damit eine Versicherung ein Risiko übernehmen kann, muss es genau bestimmt sein.

Beispiel: Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob ein Fahrzeug privat oder als Taxi eingesetzt wird. Durch mehr gefahrene Kilometer und den Nachtbetrieb des Taxis ist die Gefahr eines Schadens deutlich höher als bei einem privat genutzten Fahrzeug.

Darüber hinaus spielen weitere Faktoren wie das Alter des Fahrers oder der Autotyp eine Rolle bei der Einschätzung des Risikos und damit auch bei der Berechnung der Versicherungsprämie.

Überblick über die gängigsten Versicherungen
  • Kfz-Versicherung
    Kfz-Kaskoversicherung (Kommt für Schäden am Fahrzeug des Versicherten auf.)
    Kfz-Haftpflichtversicherung (Vom Gesetzgeber zwingend vorgeschriebene Versicherung, die für Schäden aufkommt, die ein Versicherungsnehmer anderen mit seinem Fahrzeug zufügt.)
  • Haushaltsversicherung (Schützt im Prinzip alles, was zur Wohnungseinrichtung gehört. Oft ist eine private Haftpflichtversicherung eingeschlossen.)
  • Eigenheimversicherung (Schützt nicht nur die Einrichtung, sondern das ganze Gebäude, vor allem gegen Naturgefahren wie zum Beispiel Sturm.)
  • Lebensversicherung (Hier gibt es verschiedene Formen. Sie dient entweder der finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen, der Versorgung im Alter oder zur Besicherung von Krediten.)
  • Private Krankenversicherung (Ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung.)
  • Unfallversicherung (Ergänzt die staatliche Sozialversicherung.)
  • Haftpflichtversicherung (Übernimmt Schäden, die Sie als Privatperson jemand anderem zufügen.)
  • Rechtschutzversicherung (Sorgt dafür, dass Ihre rechtlichen Interessen wahrgenommen werden und kommt für Anwalts- und Gerichtskosten auf.)
Der Versicherungsleitfaden online

Der Versicherungsverband (VVO) stellt einen Versicherungsleitfaden zur Verfügung. Er gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Versicherungen und beantwortet viele allgemeine Fragen.

Fortsetzung folgt

Im Rahmen unseres Blogs greifen wir immer wieder einzelne Versicherungsarten auf und gehen etwas mehr in die Tiefe. Schauen Sie doch einfach öfter einmal vorbei.

 

Autor: Keine Sorgen Blog/ Heike Peuser