Daheim

Brandgefährliche DIY-Miniöfen: Wenn die Versicherung aussteigt

Die Temperaturen sinken, die kalte Jahreszeit steht bevor. Zeit wieder langsam in den eigenen vier Wänden einzuheizen. Die angestiegenen Energiepreise lassen die Österreicher allerdings nach kreativen Heiz-Alternativen wie DIY-Miniöfen suchen. Sehr zur Sorge des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). Gemeinsam mit der Bundesinnung der Rauchfangkehrer in Österreich warnen diese aktuell zur Vorsicht und geben Tipps zum richtigen Umgang mit Heizsystemen.

Christian Plesar, Bundesinnungsmeister der Rauchfangkehrer in Österreich, stellt fest, dass die Anfragen für alternative Heizsysteme wie Installationen für Holzöfen oder die Umrüstung von Zentralheizung auf Biomasse im Schnitt um das Drei- bis Fünffache im Vergleich zum Vorjahr zugenommen haben. Mit der vermehrten Nutzung steigt allerdings auch das Risiko einer unsachgemäßen Handhabung, weiß der Profi. Laut KFV-Unfallstatistik ereignen sich in den kalten Monaten durchschnittlich mehr als 500 Wohnungsbrände. 20 bis 30 Menschen verletzen sich durch die Folgen eines Brandes.

Öfen aus Teelicht & Co.: Das sagt die Versicherung dazu

Neben der falschen Nutzung von Öfen und elektrischen Heizungen bergen auch DIY-Miniöfen eine große Gefahr. Im Netz kursieren aktuell viele Anleitungen für den Bau von Öfen aus Teelichtern und Keramikblumentöpfen. Zum Heizen eignen sich diese DIY-Miniöfen allerdings auf gar keinen Fall, da der erzeugte Effekt zu gering ist. Um einen wahrnehmbaren Wärmeeffekt durch Teelichtöfen herbeizuführen, müsste man viele solcher Öfen mit je einem Teelicht aufstellen, wie Energieexperten aus Deutschland klarstellen. Fazit: unpraktikabel und vor allem auch brandgefährlich!

Vom Ofen Marke Eigenbau ist aber auch aus versicherungstechnischen Gründen abzuraten. Denn wurde der Ofen falsch eingebaut oder in Betrieb genommen, kann die Gebäude- als auch die Haushaltsversicherung bei Schäden aussteigen. Der Versicherer wird insbesondere dann leistungsfrei, wenn der Schadenfall auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers beruht. Verursachte Brandschäden durch DIY-Miniöfen oder selbsteingebaute Heizungen können zu massiven rechtlichen Konsequenzen bis hin zu einer Verurteilung wegen Körperverletzung führen.

Darauf solltest du beim jeweiligen Heizsystem unbedingt achten:

Heizen mit Holzofen

  • Geeigneten Brennstoff verwenden!

Falsche Luftzufuhr oder das Verheizen ungeeigneten Materials können zu starker Rauchentwicklung oder gar Brandbildung führen. Wichtig ist es daher, auf den geeigneten Brennstoff zu achten. „In der Regel eignen sich für Öfen, Festbrennstoff-Herde und klassische Kamine z. B. Brennstoffe wie Holz, Kohle oder Briketts. Es sollten nur Brennstoffe verheizt werden, die den aktuellen Richtlinien des Bundes-Immissionsschutzgesetzes entsprechen und laut Hersteller geeignet sind, so Plesar. Bei Holz sollte nur trockenes und naturbelassenes Holz verwendet werden. Zeitungspapier darf auf keinen Fall als Brennstoff genutzt werden, mahnt der Experte. Das Verbrennen ungeeigneter Stoffe in Verbindung mit zu geringer Sauerstoffzufuhr kann zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung führen.

  • Für Einbau Fachpersonal hinzuziehen

Um sicherzugehen, dass der Ofen richtig aufgestellt (Sicherheitsabstand berücksichtigen) und regelmäßig gewartet wird, ist es empfehlenswert den Rauchfangkehrer hinzuzuziehen. Auch beim Kauf und der Installation sonstiger Heizgeräte ist eine Beratung durch Fachpersonal sinnvoll.

Elektroheizung

  • Überlastung durch Mehrfachsteckdose

Die Nutzung einer Elektroheizung kann zu einer Überlastung der Stromanlage führen. Elektrische Wärmestrahler eigenen sich nicht für das Beheizen der gesamten Wohnung, sondern nur für das kurze Erwärmen eines Raumes! Gefährlich werden kann dabei insbesondere die Mehrfachsteckdose. Häufig wird übersehen, dass die Verteilerdose eine maximale Leistung von bis zu 3.500 Watt für alle daran angesteckte Geräte trägt. Der FI-Schalter, der eine Überlastung der Stromanlage verhindern kann, sollte regelmäßig auf seine Funktionalität überprüft werden.

Generell gilt: Bei der Verwendung alternativer Heizsysteme immer darauf achten, ob die Geräte auch für die Nutzung in Innenräumen zugelassen sind! Die Verwendung von Gasheizstrahlern in geschlossenen Räumen ist zum Beispiel nicht erlaubt.

  • Geräte regelmäßig warten

Wird ein elektrisches Heizgerät nicht regelmäßig gewartet oder beschädigte Kabel und Stecker verwendet, kann es zu einem Brand kommen. Wärmestrahler oder Geräte mit Heizspiralen sollen zudem nie unbeaufsichtigt in Betrieb genommen werden. „Elektrische Geräte zählen zu den häufigsten Brandauslösern“, warnt Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV.

  • Auf Prüfzeichen achten

Kaltenegger rät beim Kauf auf hochwertige Geräte zu achten. Das CE-Prüfzeichen kann hier ein wichtiger Hinweis sein. Das CE-Zeichen wird für gewöhnlich vom Hersteller selbst am Produkt angebracht, dokumentiert jedoch nur die Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen – ohne weitere Überprüfung durch unabhängige Prüfstellen wie GS, ÖVE, VDE oder TÜV.

Egal, auf welches Heizsystem zurückgegriffen wird, gilt: auf funktionstüchtige Rauchmelder und einen leicht zugänglichen Handfeuerlöscher achten! Der Feuerlöscher sollte alle zwei Jahre von einer Fachperson überprüft werden.

Bildernachweis Titelbild: Devenorr/Shutterstock

„Karenz ist eine ganz andere Arbeit, viel anstrengender“

Urlaubszeit bedeutet für viele Väter verstärkt Familienzeit. Dabei sollte auch unterm Jahr die Work-Life Balance stimmen und genug Zeit für die Familie bleiben. Vor allem aber sollte trotz Beruf eine flexible Kinderbetreuung möglich sein und auch Männer sollten die Chance haben, ihr Kind in der Karenzzeit kennen zu lernen. Ganz so selbstverständlich ist das allerdings immer noch nicht, wie uns Zweifach-Papa Andreas Meingaßner erzählt. Erst beim zweiten Kind – und im neuen Job – konnte er in Karenz gehen. Wie es ihm dabei erging und was er ohne die Karenz sonst hätte niemals machen können, lest ihr hier.

OOEV: Welches Modell der Väterkarenz haben deine Frau und du gewählt?

Wir haben das 12+2 gewählt, also 12 Monate macht meine Frau Karenz, zwei Monate ich.

OOEV: Gab’s da einen bestimmten Grund, dass ihr euch gerade für diese Option entschieden habt?

Weil wir damit finanziell am besten aussteigen. Dass muss man sich mit dem Partner ausrechnen, wie das für einen im Endeffekt dann passt.

OOEV: Ist das eure erste Karenzzeit, die ihr euch aufgeteilt habt?

Ja, es ist zwar nicht die erste Karenz – wir haben noch einen 7-jährigen Sohn – aber ich habe damals noch bei einer anderen Firma gearbeitet und die Karenz ließ sich für mich aufgrund der Tätigkeit irgendwie schlecht vereinbaren. Da passte es vom Unternehmen her einfach nicht und ich hab das damals auch noch gar nicht so in Erwägung gezogen.

OOEV: In vielen Partnerschaften verdient der Mann mehr als die Frau, weswegen die Väterkarenz dann häufig nicht in Anspruch genommen wird. War für euch immer schon klar, dass ihr euch die Erziehungsarbeit teilen werdet?

Da war eigentlich kein Diskussionspunkt, wir wollten beide Zeit mit unserer Tochter haben, gerade die Momente, in der Kinder noch so klein sind und so viel entdecken, sind sehr spannend. Es ist eine super Möglichkeit für die Väter, das eigene Kind besser kennen zu lernen, einfach eine schöne Zeit, die man nutzen sollte, wenn man die Chance dazu hat. Ich würde es wieder so machen.

OOEV: Und wie war die Zeit daheim für dich? Hat man da jetzt mehr Respekt vor der Erziehungs- und Hausarbeit des anderen?

Ja sicher. Im Grunde ist es eine ganz andere Art von Arbeit. Es ist, finde ich, viel anstrengender, weil Einsatz rund um die Uhr angesagt ist. Im normalen Job kommt man heim und kann abschalten, im Karenzdasein ist man immer am Ort des Geschehens und Ansprechpartner. An manchen Tagen braucht das Kind mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Da kann ich mir auch keine Auszeit nehmen und sagen, bitte jetzt nicht. Oft bleibt auch einfach mal Arbeit liegen, weil Prioritäten zu setzen sind. Es wird einem viel mehr bewusst, was der Partner da täglich leistet.

OOEV: Der Wunsch Karenz zu nehmen – Wie hat der Arbeitgeber reagiert? Gabs da Schwierigkeiten?

Natürlich brauchts eine gewisse Vorbereitungszeit im Unternehmen, damit die Aufgaben in der Zeit weiterlaufen. Aber es war nie Thema, dass es nicht möglich wäre. Das war vom Arbeitgeber her super, ich hatte volle Unterstützung.

OOEV: Rückblickend betrachtet: Würdest du anderen Vätern empfehlen in Karenz zu gehen?

Ich würds sicher wieder machen, vielleicht sogar länger. Aber auf jeden Fall wieder.

OOEV: Was war dein schönstes Erlebnis mit deiner Tochter in dieser Zeit? Gabs da was, wo du sagst, das hab‘ ich nur machen können, weil ich in Karenz war und die Zeit dafür hatte?

Das ist schon wieder so lange her (lacht). Aber ja, wir haben einen Zwergensprache-Kurs besucht, wo ich mit unserer Tochter Mira hingegangen bin. Das wäre mit der beruflichen Tätigkeit sicher nicht vereinbar gewesen, weil das jeweils am Vormittag stattfindet.

OOEV: Was macht man im Zwergensprache-Kurs?

Man lernt da, wie man sich mit den Kleinen verständigen, mit ihnen kommunizieren kann, in Form von Zeichen. Es gibt zum Beispiel ein eigenes Zeichen für „Papa“ oder „Mama“ oder für Tiere und verschiedene Nahrungsmittel oder für „Vorsicht“. Ich wäre sicher nicht gegangen, wenn ich nicht in Karenz gewesen wäre, dafür hätte ich mir regelmäßig frei nehmen müssen.

OOEV: Und wie war der Wiedereinstieg für dich?

Ich war eigentlich wieder schnell drinnen, im Arbeitsalltag. Die Umstellung von der normalen Arbeit in die Karenzzeit war schwieriger (lacht).

OOEV: Wie ist das bei euch in der Familie bzw. im Freundeskreis? Gibt es viele, die schon die Karenz genutzt haben?

Ich kenne schon auch Familien, wo der Papa ein halbes Jahr oder auch ein Jahr in Karenz gegangen ist. In meinem direkten Umfeld – Familie und Freunde – da hat allerdings noch kaum jemand eine Karenz in Anspruch genommen. Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Irgendwie ist das kein Thema, worüber viel geredet wird.

Über Andreas Meingaßner:

39 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Ottensheim. Der studierte Meteorologe und zweifache Vater ist seit 2017 Spezialreferent bei der Oberösterreichischen Versicherung.

Links zum Thema Elternkarenz:

oesterreich.gv.at

arbeiterkammer.at

Österreichische Gesundheitskasse

Bildnachweis Titelbild: privat

Rollläden bei Unwetter rauf oder runter?

Hagel, Sturm und starker Regen. Die Wetterzentralen im Land sagen schwere Unwetter vorher. Vielen ist damit klar: die Rollläden gleich nach unten lassen – um die Fenster zu schützen. Aber ist das auch sinnvoll? Ein Experte klärt auf.

Dunkle Wolken ziehen auf. Unwetterwarnstufe-dunkelrot. Laut Meteorologen kündigt sich ein Unwetter mit faustgroßen Hagelbällen an. Die erste Intuition bei vielen Hausbesitzern: die Rollläden sofort runter lassen. Dabei ist diese Reaktion eigentlich genau die falsche. Denn Schäden am Haus minimiert man so nicht, weiß Roland Lettner von der Oberösterreichischen Versicherung.

Er empfiehlt: „Bei Hagel unbedingt Fenster und Türen gut abschließen und die Rollläden nach oben ziehen. Sind die Rollläden unten, werden sie bei schwerem Hagel regelrecht durchlöchert.“ Der Grund: Bei normaler Zwei- bis Dreifachverglasung ist das Fenster widerstandsfähiger gegen Hagelkörner als PVC-Rollläden – PVC ist ein preisgünstiges Material und daher bei Hausbesitzern besonders beliebt.

© Suzanne Tucker/Shutterstock

Alles eine Frage des Materials

Bei Holzfenstern wiederum können runtergelassene Rollos vor Hagelschäden schützen. „Die Frage Rollos rauf oder runter hängt also prinzipiell vom Material ab. Grundsätzlich macht aber für die Mehrheit der Hausbesitzer ‘Rollo nach oben‘ am meisten Sinn“, so Lettner.

Weniger eindeutig ist da schon die Rollo-Frage im Falle von Sturm. Entscheidend ist hier, ob in der Nähe der Fenster Bäume stehen, die der Sturm entwurzeln und mit voller Wucht gegen das Haus katapultieren kann. In diesem Fall sind runtergelassene Jalousien die bessere Wahl, denn sie können die Fenstergläser vor Beschädigung schützen.

Keine halben Sachen machen

In jedem Fall sollte man bei Sturm (bezeichnet eine Windgeschwindigkeit ab 60 km/h) aber keine halben Sachen machen. „Entweder die Rollläden komplett nach oben oder unten ziehen. Keinesfalls sollten sie auf Halbmast bleiben. „So kann der Wind hinter die Jalousien fahren und sie aus den Schienen reißen. Vor Beschädigungen schützt sie so auf keinen Fall“, sagt Lettner.

Übrigens: Die Oberösterreichische Versicherung bietet für seine Kunden einen Wetterwarn-Service an – ganz kostenlos. Infos dazu gibt’s hier.

 

Bildnachweis Titelbild: VisualPro/Shutterstock

Haustier im Miniformat

Haustier im Miniformat: Wissenswertes rund um Minischwein, Minipferd und Minikuh

Waren es früher noch Hasen, Hunde, Katzen und Meerschweinchen, so tummeln sich jetzt immer mehr Minischweine, Minikühe und Minipferde in unseren Vorgärten. Aber woher kommt dieser Trend zum Haustier im Miniformat? Sind Tiere automatisch Haustiere, nur weil sie kleiner sind als ihre Artgenossen? Wie unterscheidet man eigentlich Haus-, Heim- Wild- und Nutztiere? Was passiert, wenn mein Minischwein beim Gassi gehen einen Unfall mit einem Radfahrer verursacht? Und wie kann ich mich da am besten absichern?

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Dauercamper und Mobilheime versichern

Was Dauercamper unbedingt beachten sollten

Vom Wohnzimmer direkt in den See, den besten Ausblick ins Gebirge, in kürzester Zeit auf die Skipiste, Urlaub jederzeit unabhängig und flexibel. Ein zweites Zuhause, in bester Lage, zum erschwinglichen Preis – für einen Dauercampingplatz spricht vieles. Nicht zuletzt die meist bestehende Gemeinschaft unter den Dauercampern. Damit aus dem Zweitwohnsitz aber auch das erhoffte Feriendomizil wird, sollten Dauercamper unbedingt folgende Punkte beachten.

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Ertrinken bei Kindern: 8 sichere Baderegeln

Kinder spielen mit Begeisterung am und im Wasser. Ein einziger unachtsamer Moment kann dabei ernste Folgen haben: Nach dem Verkehrsunfall ist Ertrinken die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Oft könnten diese Unfälle einfach verhindert werden. Mit den nachfolgenden Tipps steht einem sicheren Badespaß nichts mehr im Weg.

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Schlüsseldienst Versicherung

Ausgesperrt – Was tun?

Ein Moment der Unaufmerksamkeit, ein Windstoß zu viel, Schlüssel verloren. Gründe, warum man plötzlich vor versperrten Türen steht, gibt es viele. Blöd, wenn es die eigene ist. Zusätzlich zur ohnehin schon unangenehmen Situation gesellt sich oft der Ärger über dubiose und überteuerte Schlüsseldienste. Damit es gar nicht erst so weit kommt, hier ein paar Tipps zur Prävention und was zu tun ist, wenn Sie sich trotzdem ausgesperrt haben.

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Sicheres Passwort

Das Passwort – Was ist sicher?

Einmal im Jahr, am Safer Internet Day, rückt das Thema Sicherheit im Internet nicht nur bei Schülern, Lehrern und Eltern medial in den Vordergrund. Die rund um diesen Tag veröffentlichten Tipps und Tricks zu den Themen Datenschutz, Passwörter und Sicherheit im Netz, haben aber natürlich auch das ganze restliche Jahr über Gültigkeit. Gerade in Bezug auf das Passwort zeigt sich dabei, dass oft die einfachsten Regeln nicht beachtet und dem Missbrauch so Tür und Tor geöffnet werden. Was man bei der Wahl des richtigen Passwortes beachten sollte, erklären wir in diesem Beitrag.

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Schneedruck - wenn die Schneelast zuviel wird

Prävention am Beispiel Schneedruck

Nach einem warmen und im Schnitt viel zu trockenen Sommer 2018 soll es nun Schnee bis ins Flachland geben. Noch kann man nicht von „bedrohlichen“ Schneemengen reden. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, kurz ZAMG, schreibt am 2.1.2019: Schneelast auf den Dächern vorerst im „grünen Bereich“. Was aber, wenn der Schneefall die Ausmaße von 2006 annimmt? Am 2. Jänner 2006 führte Schneedruck in Bad Reichenhall zum Einsturz des Daches einer Eishalle mit mehreren Toten und Verletzten.

Ab wann wird Schnee auf Dächern gefährlich?

Eine Reihe von Faktoren ist für die Belastung von Dächern entscheidend. Zum Beispiel das Gewicht von Schnee. Je höher der Wasseranteil ist, desto schwerer ist der Schnee. So ist ein Kubikmeter Nassschnee ca. vier Mal so schwer wie ein Kubikmeter Neuschnee. Bei Eisbildung erhöht sich das Gewicht weiter. Der Schneedruck kann auf rund 90 Kilogramm pro Quadratmeter steigen, was besonders für Flachdächer gefährlich ist.

Auch bei der Schneedruck-Katastrophe in Bad Reichenhall könnte der Wechsel von Auftauen und Gefrieren eine Rolle gespielt haben. Bei der damaligen Wetterlage ist der Schnee auf den Dächern immer wieder teilweise getaut, um Stunden später erneut zu gefrieren. Auf diese Weise können extrem schwere Eislinsen entstehen. Wenn eine solche zusätzliche Last von Schnee überdeckt wird und nicht auffällt, kann es bedrohlich werden.

Darüber hinaus spielen die Windverhältnisse, Lage und Seehöhe von Objekten eine Rolle. Die Berechnung von Schneelasten, die auf Dächern und anderen Bauteilen zu liegen kommen sind für Österreich im EUROCODE ÖNORM EN 1991-1-3 und dem dazu gehörenden „Nationalen Anhang“ ÖNORM B 1991-1-3, sowie in der ÖNORM B 4000 geregelt.

Prävention – Gefahren frühzeitig erkennen

Die Schneelastzonenkarte Online (http://www.hora.gv.at/) ermöglicht eine adressgenaue Einschätzung der Schneelastzone. Neben dem Umweltwarndienst des Österreichischen Umweltministeriums „Hora“ liefert auch die ZAMG Informationen zu Wetterextremen.

Schäden durch Schneedruck

Die Schäden durch Schneedruck müssen natürlich nicht immer extrem sein. Durch Schnee und Eis auf Dächern kann auch Wasser eintreten und Bauteile beschädigen. Nicht zu vergessen sind mögliche Personenschäden. Gefährdet sind dabei nicht nur Personen, die Dächer von Schnee und Eis befreien, sondern auch jene, die von herabrutschendem Schnee und Eis getroffen werden.

Vorsicht ist besser als Nachsicht – Präventionsmaßnahmen

Kontrollieren Sie regelmäßig die Dachkonstruktion auf Verformungen, Vermorschungen und Bruch. So können Sie rechtzeitig für eine Reparatur sorgen. Eine weitere Präventionsmaßnahme ist das Anbringen von Verankerungsmöglichkeiten zur Sicherung von Personen auf dem Dach.

Was Sie sonst noch zum Schutz vor Schäden durch Schneedruck und andere Naturgewalten tun können, sagen Ihnen die Experten vom Elementarschaden Präventionszentrum (EPZ). Ziel des EPZs ist es, Konsumenten in Sachen Prävention gegen Elementarschäden bestmöglich zu beraten. Vorsorge fängt schon in der Bauphase an. So kann zum Beispiel ein Unterdach (Kaltdach) vor Wassereintritt und damit vor Folgeschäden schützen.

Untersuchungen zeigen, dass Wetterextreme auch in Österreich immer häufiger auftreten. Hagel, Sturm, Starkregen und Schneedruck sorgen dabei für immer mehr Schäden. Umso wichtiger wird Prävention.

Redaktion Keine Sorgen Blog / Autor: Heike Peuser

Bildnachweis Titelbild: LOUIS-MICHEL DESERT/Shutterstock

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Zutrittssysteme

Was macht die Haustür einbruchssicher?

Die Haustür ist das zentrale Willkommenssymbol des Hauses. Doch nicht jeder Besucher ist auch tatsächlich willkommen. Die Haustür soll verschlossen bleiben, wenn der Zutritt unerwünscht ist. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Haustür einbruchssicher zu gestalten bis hin zu modernen Zutrittssystemen, die bereits gänzlich ohne Schlüssel auskommen und damit neben Komfort auch mehr Sicherheit bieten.

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