Mobil sein

Fahren mit Schlapfen: Zahlt die Versicherung im Schadensfall?

Vielfach von den Medien und im Internet aufgegriffen und beantwortet – ist die Frage rund ums Fahren mit luftigem Schuhwerk. Und trotzdem herrscht häufig Unsicherheit darüber, ob Flipflops oder Schlapfen am Steuer eigentlich erlaubt sind – und ob bei Verursachen eines Unfalls die Versicherung zahlt.

Grundsätzlich ist das Fahren mit Badeschlapfen oder auch High Heels nicht ausdrücklich verboten. Allerdings darf man sich nur in einem Zustand hinter das Steuer setzen, in dem das Fahrzeug auch sicher beherrschbar ist. Zum rechtlichen Problem können Badeschlapfen und Co. aber dann werden, wenn ihr Tragen den Verkehrsunfall mitverursacht haben bzw. ein anderes Schuhwerk den Unfall hätte verhindern können. Weil man so besser oder schneller hätte bremsen können.

Offene Schuhe und barfuß fahren ein NO GO

Der ÖAMTC rät fürs Fahren von Schuhen mit hohen Absätzen sowie offenen Schuhen wie Flip-Flops, Badeschlapfen oder Sandalen ab. Bei sehr hohen Absätzen fehlt nämlich der Ferse die Stabilität und bei offenen Schuhen besteht die Gefahr, dass man mit den Schuhen am Pedal hängen bleibt. Im Straßenverkehr muss schnell auf Situationen reagiert werden können „Da ist keine Zeit zum Korrigieren“, erklärt Roland Frisch, Fahrtechniker beim ÖAMTC.

Übrigens: Auch bloßfüßig fahren ist keine Alternative. Man rutscht zu leicht vom Pedal ab. Der Experte empfiehlt stattdessen immer ein festes Schuhwerk als Ersatzschuhe im Auto mitzuführen, so kann rasch von den luftigen Sommerschuhen auf fahrtauglicheres Schuhwerk gewechselt werden.

Siehe auch hier ein Fazit des ÖAMTC. Die Experten haben unterschiedliches Schuhwerk auf seine Fahrtauglichkeit hin getestet.

So ist der perfekte Schuh fürs Autofahren

  • besteht aus festem und bequemen Material
  • hat eine gute Passform
  • hat eine flache, dünne und rutschfeste Sohle
  • gibt einen guten Halt

(Quelle: ÖAMTC)

Versicherungsleistung bei Fahren mit Flipflops

Zahlt jetzt aber die Versicherung im Schadensfall? Wenn ungeeignetes Schuhwerk zu einem Unfall führt, wird zumindest ein Mitverschulden angelastet, was als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden kann. Die Kaskoversicherung wird in der Regel deshalb aussteigen. Meist deckt nur der Abschluss eines Zusatzpaketes – wie etwas das Kasko-Plus-Paket der Oberösterreichischen Versicherung – die Folgen von grober Fahrlässigkeit.

Daher lieber auf Nummer sicher gehen und im Sommer immer auch Ersatzschuhe im Auto mit dabei haben.

Bildernachweis Titelbild: yayhastudio/Shutterstock

6 Tipps für deinen perfekten Campingurlaub

Na? Beim Chef schon den Urlaub beantragt? Gut so! Vielleicht überlegst du ja, mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen auf Abenteuerreise zu gehen. Dann haben wir was für dich. Die folgenden sechs Tipps sollen dabei helfen, dass dein Campingurlaub unvergesslich schön wird.

Tipp #1: Route planen: wichtig, mache genug Pausen!

Spontan losfahren hat seinen Reiz, trotzdem ist es ratsam, im Vorfeld zumindest grob deine Route zu planen. Vielleicht reservierst du dir auch schon vor der Abreise einen Stellplatz zum Übernachten. Auf campingclub.at findest du passende Stellplätze in ganz Österreich und Europa. Wichtig: Plane genug Pausen ein und nimm dir pro Tag nicht zu viel vor, sondern bereite dir lieber Tagesetappen vor. Sofern möglich, nutze Landstraßen statt Autobahnen. Das Reisen ist so viel entspannter und du siehst viel mehr von der Natur. Außerdem sparst du dir in den meisten Ländern so auch die Mautgebühr – ein positiver Nebeneffekt.

Tipp #2: Eine gute Playlist ist das A und O

Ob die besten Italo-Hits aller Zeiten, die Top 100 Anti-Stau-Songs oder einfach die perfekte Playlist zum Autofahren: Wer lange unterwegs ist, braucht auch ordentliche Musik für seinen Roadtrip. Über Audio Streaming-Dienste findest du bereits jede Menge toller Playlists. Oder du stellst dir ganz einfach selbst deine eigene zusammen.

Tipp #3: Fahrzeug-Check: Prüfe dein Fahrzeug vor der Abfahrt

Passt alles am Fahrzeug? Überprüfe vor der Abfahrt unbedingt noch einmal Batterie, Reifen (insbesondere den Luftdruck), Gasflasche und Pumpe am Wasserhahn. Schaue auch, ob der Wassertank sauber ist. Achte zudem darauf, dein Wohnmobil nicht zu überladen und das zulässige Gesamtgewicht zu überschreiten. Packe deshalb für deinen Campingurlaub besser mit einer Liste, schreib dir auf, was du wirklich brauchst. Dinge, die du häufig benötigst, solltest du so verstauen, dass sie schnell griffbereit sind. Vergiss nicht auf Warndreieck, Warnweste, Abschleppseil, Wagenheber und Verbandskasten. Und auch nicht, eine kleine Reiseapotheke einzupacken – für alle Fälle.

Tipp #4: Dokumente, Maut & Vignette

Wer durch Europa reist, muss sich im Vorfeld gut anschauen, wo was verlangt wird. Die meisten europäischen Autobahnen und Schnellstraßen sind kostenpflichtig. Eine einheitliche Regelung über die Art und Weise – wie die Maut erhoben wird, sowie die Höhe der Gebühren – gibt es aber nicht. Um manche Länder passieren zu können, brauchst du eine Vignette (zum Aufkleben oder elektronisch) oder musst für gewisse Strecken eine Maut bezahlen. Eine kleine Übersicht dazu findest du wieder auf campingclub.at.

Diese Dokumente und Papiere solltest du für deinen Campingurlaub auf jeden Fall mit dir führen:

  • Reisepass
  • Führerschein
  • Fahrzeugpapiere des Wohnmobils
  • E-Card/Krankenversicherungskarte

Tipp #5: Versicherungsschutz

Denk daran, auch dein mobiles Daheim zu versichern. Wohnwagen- bzw. Wohnmobilkaskoversicherungen sind Gold wert, wenn du von Unwettern (z.B. Sturm, Hagel, Blitzschlag) überrascht wirst und diese Schäden am Fahrzeug hinterlassen. Aber auch deinen Fahrzeuginhalt kannst du entsprechend schützen. Bei vielen Versicherern kannst du zwischen Teil- und Vollkasko-Schutz auswählen. Je nachdem wie du dich entscheidest – ist die Deckung eine andere.

© Andrey Armyagov/Shutterstock

Tipp #6: Wo du stehen darfst und wo nicht

Wer mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen Campingurlaub macht, sollte sich vorab informieren, wo genau das überhaupt erlaubt ist. Denn „in Österreich ist das freie Stehen bzw. Übernachten abseits der offiziellen Campingplätze großteils verboten und kann hohe Strafen nach sich ziehen“, weiß Sabine Fuss, Expertin des Österreichischen Camping Clubs. Die Regeln und Höhen der Strafen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Wer sich rechtzeitig informiert was wo erlaubt ist (z.B. auf der jeweiligen Gemeinde), kann Strafen vermeiden.

Allgemein gilt: Wer beim Wildcampen in einem Naturschutzgebiet, Nationalpark oder Sonderschutzgebiet erwischt wird, dem droht eine Strafe im fünfstelligen Bereich. Österreichweit einheitlich geregelt ist auch das Campen im Wald. Grundsätzlich ist der Wald zwar zur Erholung da – was dem Grundgedanken eines Urlaubs eigentlich voll entspricht – dennoch ist das Campen im Wald ausdrücklich verboten. Nur mit Zustimmung des Waldeigentümers ist es erlaubt, dass du dort deine Zelte aufschlagen darfst.

Auch im Rest Europas gelten ganz eigene Bestimmungen zum freien Stehen. Hier gibt’s eine Übersicht über die landesspezifischen Regeln.

Gute Reise!

 

Bildnachweis Titelbild: izzet ugutmen/Shutterstock

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