Gleichbehandlungsrichtlinie - Oberösterreichische Versicherung AG

Gleichbehandlungsrichtlinie

Gleichbehandlungsrichtlinie

Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Versicherungsbereich

 

In der Krankenversicherung darf ab 01. Dezember 2007 das Schwangerschafts- und Mutterschaftsrisiko nicht mehr zu unterschiedlichen Prämien zwischen den Geschlechtern führen - so sieht es die Richtlinie 2004/113/EG zur "Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen" vor. Das am 25. Mai 2006 beschlossene Versicherungsrechts-Änderungsgesetz (VersRÄG 2006) hat diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt, sie gilt ab 01. Dezember 2007 für neu abgeschlossene Versicherungsverträge.

 

Versicherungsunternehmen hatten aber die Möglichkeit (∗), ihre Prämien und Tarife geschlechtsspezifisch zu kalkulieren, wenn der Unterschied durch versicherungsmathematische Grundlagen belegbar war. Lediglich die Kosten, die im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Entbindung entstehen, müssen auf Männer und Frauen aufgeteilt werden.

 

Für alle übrigen Risiken gilt, dass der Faktor Geschlecht zu unterschiedlichen Prämien oder Leistungen führen darf, wenn das Geschlecht ein bestimmender Faktor bei der Risikobewertung ist, die auf relevanten und genauen versicherungsmathematischen und statistischen Daten beruht.

 

Bei der Oberösterreichischen Versicherung gibt es in den Sparten Lebens- und Unfallversicherung Produkte mit unterschiedlichen Prämien oder Leistungen. Die versicherungsmathematischen und statistischen Daten, die der Kalkulation dieser unterschiedlichen Prämien und Leistungen zugrunde liegen, sind auf der Homepage des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) veröffentlicht. Die Links für die einzelnen Sparten finden Sie im Folgenden.

 

Lebensversicherung

In der Lebensversicherung werden die Österreichischen Sterbetafeln der Statistik Austria sowie die Rechnungsgrundlagen für die Rentenversicherung der Aktuarvereinigung Österreichs (AVÖ) verwendet.

siehe auch: vvo.at

 

Unfallversicherung

In der Unfallversicherung wurden Daten aus den Freizeitunfall-Statistiken des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zur Kalkulation herangezogen, aus denen unterschiedliche Schadenshäufigkeiten in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht ersichtlich sind.

siehe auch: vvo.at

 

*Unisextarife:
Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes müssen Versicherungen einheitliche Tarife für Männer und Frauen anbieten. Als Frist wurde der 21. Dezember 2012 festgelegt. Bestehende Tarife sind davon nicht betroffen.

 

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