Freizeitunfall

Freizeitunfall: Outdoor-Spaß statt Klinik-Tristesse

„Sporteln und Turnen füllt Gräber und Urnen“. So oder so ähnlich begründet so mancher Bewegungsmuffel seine Abneigung gegen sportliche Betätigung. Ganz so schlimm ist es Gott sei Dank nicht. Sport und Bewegung in der frischen Luft bergen neben Spaß und gesteigerter Fitness leider auch das eine oder andere Risiko. Mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen und mit einer optimalen Absicherung kann das Unfallrisiko gerade für junge Menschen abgefedert werden.

Die Sommermonate motivieren – vor allem junge – Sportler dazu, ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen oder bei Bergtouren und Badeausflügen die Natur zu genießen. Aber Vorsicht, jede Aktivität birgt mitunter auch die Gefahr bei einem Freizeitunfall schwer (verletzt) zu werden:

Schneekönige und Ballesterer besonders gefährdet

Freizeitunfall

Junge Menschen und ihre Lieblingssportarten – leider allzuoft eine „ungesunde“ Kombination

 Die beliebteste Sportart dieses Landes ist statistisch gesehen der Fußball. Keine andere Sportart bewegt Woche für Woche so viele Österreicher wie die Jagd nach dem runden Leder. Leider regiert König Fußball – neben dem Skifahren – auch die Freizeitunfall-Statistik: Laut Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) verletzten sich pro Jahr rund 34.000 Fussballer – mehr als 90 pro Tag – so schwer, dass sie sich in Spitalsbehandlung begeben müssen. Rund 94 Prozent der verunfallten Kicker sind männlich, jeder zweite ist unter 20 Jahre alt.

Neben dem grünen Rasen sind aber auch die schneeweiße Pisten allzu oft Schauplatz teils schwererer Unfälle. Rund 40.000 Skifahrer und 10.000 Snowboarder werden jährlich Opfer eines winterlichen Freizeitunfalls. Das sind durchschnittlich rund 330 Verletzte täglich. 94 Prozent der Unfälle passieren laut KFV ohne Fremdeinwirkung. Hauptursachen sind vielmehr jugendlicher Leichtsinn und Übermut, Selbstüberschätzung sowie Übermüdung oder mangelnde körperliche Fitness.

In die Berg bin i gern: Zahl der Bergsportunfälle steigt an

Einem bekannten alpenländischen Volkslied entsprechend sind Herr und Frau Österreich nicht nur im Winter, sondern verstärkt auch im Sommer und Herbst in alpinen Regionen unterwegs. Sportarten wie Wandern, Bergsteigen und Mountainbiken liegen voll im Trend und sind auf der Beliebtheitsskala der Österreicher weiter auf dem Vormarsch. Während Wandern und Bergsteigen für durchschnittlich knapp 9.000 Personen – vor allem Frauen – zu Verletzungen führt, sind es 6.200 Mountainbiker, die nach schweren Stürzen vor allem wegen Knochenbrüchen behandelt werden müssen. Das Durchschnittsalter ist auch in diesem Fall eher jung. Nur die Hälfte der Verletzten ist über 34 Jahre alt. Auch hier sind vor allem Unkenntnis von Gelände und Schwierigkeit der Routen, fehlerhafte Selbsteinschätzung und überhöhte Geschwindigkeit die Hauptgründe.

Die Liste von Freizeitbetätigungen, bei denen gerade junge Menschen in einen Freizeitunfall verwickelt werden könnten, ließe sich freilich noch länger fortsetzen, die Problematik ist jedoch in beinahe jedem Fall die gleiche.

Freizeitunfall als mögliches Langzeit-Problem – Private Vorsorge unumgänglich

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit werden in Österreich jährlich rund 830.000 Menschen bei einem Freizeitunfall verletzt, 622.000 davon im Haushalt, in der Freizeit und beim Sport. Unter einem Freizeitunfall ist demnach ein Schadenereignis zu verstehen, das dem privaten Risikobereich zuzuordnen ist und deshalb nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt ist.

Eine vor allem für junge Menschen bedrohliche Situation. Ist die gesetzliche Mindestversicherungszeit nicht erfüllt, könnten staatliche Auffangnetze nicht oder nur unzureichend greifen. Der 27. Geburtstag markiert dabei eine oft unbewusste Grenze, nach der sich die Wartezeiten für staatliche Leistungen um ein Zehnfaches verlängern. Gerade bei Berufsunfähigkeit, Invalidität oder Erwerbsunfähigkeit etwa nach einem Freizeitunfall kann dieser Zustand neben körperlichen und seelischen Belastungen auch finanzielle Schwierigkeiten für junge Menschen mit sich bringen. Schüler und Studenten, die noch nicht ins Erwerbsleben eingetreten sind, sind davon umso härter betroffen.

Neben entsprechenden Vorkehrungsmaßnehmen bei der Sportausübung (siehe dazu die weiterführenden Links) ist eine private Unfallversicherung unumgänglich, um im Fall des Falles, wenn die gesetzliche Grundversicherung nicht oder nur eingeschränkt leistet, gerüstet zu sein. Für junge Erwachsene bis 25 Jahre in Ausbildung gibt es nun mit dem neuen Familienschutz der Oberösterreichischen Versicherung die Möglichkeit bis zum 25. Geburtstag im Rahmen der Familienunfallversicherung mitversichert zu bleiben.

Gerade für junge Menschen gibt es aber auch bereits kostengünstige Kombinationsprodukte, die neben einer privaten Unfallversicherung auch eine Berufsunfähigkeitskomponente enthalten oder als spezielles Jugend- bzw. Studentenversicherungspaket weiterführende Versicherungsbausteine addieren.

Mit einem Maßanzug in Sachen Risikoschutz macht Sport einfach mehr Spaß.

Redaktion Keine Sorgen Blog / Autor: Günther Waldhäusl

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