Skifahren und Versicherung

Skifahren und Snowboarden – Gut vorbereitet macht’s mehr Spaß

Schon  gerüstet für die Skipiste? Auch wenn der Schnee heuer auf sich warten lässt. Der Winter kommt bestimmt. Wie aktuelle Meldungen zeigen, ist heuer aber gerade bei wenig Schnee die Verletzungsgefahr sehr hoch. Gut vorbereitet und vor allem auch gut geschützt macht es auf der Piste mehr Spaß. Der Keine Sorgen Blog hat hier ein paar nützliche Informationen für alle Schibegeisterten zusammengefasst.

Gut vorbereitet in die Skisaison

Ein Großteil der vom Kuratorium für Verkehrssicherheit prognostizierten Ski- und Snowboardunfälle – immerhin rund 50.000 – sind auf mangelnde Fitness, Übermüdung und Selbstüberschätzung zurückzuführen. Mit der guten alten Skigymnastik (wenn Sie es moderner mögen, nennen Sie es einfach „Winterworkout“) können Sie Kraft und Kondition trainieren und so Stürze oder zumindest gröbere Verletzungen bei Stürzen vermeiden. Selbst guten Skifahrern sei ein Training angeraten. Schließlich sind Skifahren und Snowboarden Saisonsportarten, d. h. in den Sommermonaten geht ein Teil der Kraft und Ausdauer verloren. Startet man endlich gut trainiert in die Saison, ist die passende Ausrüstung ein Thema.

Hightech-Ausrüstung = Höheres Verletzungsrisiko?

In den 1990er Jahren hielt der Carving Ski Einzug in den Skisport. Der kurze, taillierte Ski erlaubt höhere Geschwindigkeiten und Kurvenfahren „wie auf Schienen“ – was allerdings eine höhere körperliche Belastung durch die Zentrifugalkraft beim Kurvenfahren bedeutet. Dennoch zeigen Langzeitstudien, dass die Zahl der Unfälle nicht gestiegen ist, sondern dass sich das Verletzungsmuster verändert hat. Gerade bei den Herren sind die oberen Extremitäten und der Schultergürtel häufig von Stürzen betroffen. Bei den Frauen treten häufiger Knieverletzungen auf. Insgesamt sinken die Unfallzahlen, erfreulicherweise auch die Zahl der Kopfverletzungen, Helm sei Dank.

Verletzt auf der Piste – wer zahlt für den Abtransport?

Liegt man nach einem Unfall verletzt auf der Piste, stellt sich die Frage, wer im Notfall für die Kosten der Bergung aufkommt. Muss ein Hubschrauber eingesetzt werden oder die Bergrettung einspringen, kann das teuer werden – im Schnitt liegen die Kosten für einen Hubschraubereinsatz bei rund 3.000 bis 4.000,- Euro. Wer sich auf die gesetzliche Krankenversicherung verlässt, kann eine böse Überraschung erleben. Passiert ein Unfall in der Freizeit, sind zwar die Behandlungskosten durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt, nicht aber die Bergungskosten und etwaige Folgeschäden. Hinzu kommt, dass die gesetzliche Krankenbehandlung nur „ausreichend und zweckmäßig“ erfolgt, d. h. Spezialbehandlungen oder spezielle Heilbehelfe nicht abgedeckt sind. Eine private Unfallversicherung und eine private Haftpflichtversicherung sind daher durchaus sinnvoll, will man nicht auf hohen Kosten sitzen bleiben. Bei einem Unfall mit mehreren Beteiligten ist auch mit Schadenersatzverpflichtungen zu rechnen. Sollten Sie einem anderen einen Schaden zufügen, sind Sie dafür haftbar und müssen für den entstandenen Schaden – notfalls mit ihrem Privatvermögen – aufkommen.

Unterschätztes Risiko Berufsunfähigkeit

Natürlich rechnet man nicht damit, dass etwas passiert und schon gar nicht damit, dass ein Unfall bleibende Folgen hat, die im schlimmsten Fall zur Berufsunfähigkeit führen können. Dennoch sollte man im Kopf haben, dass strenge Wartezeiten (= Mindestversicherungszeiten) gelten, um im Falle einer Berufsunfähigkeit Leistungen aus der gesetzlichen Sozialversicherung zu erhalten. Bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres sind dies 6 Monate. Ab dem 27. Geburtstag liegt die Mindestversicherungszeit bei 5 Versicherungsjahren innerhalb der letzten 10 Kalenderjahre. Ist die Wartezeit nicht erfüllt, besteht kein Anspruch auf Leistung. Diese Regelung trifft gerade junge Menschen, die noch wenig Versicherungsjahre erwirtschaften konnten. Mehr Informationen über dieses Thema finden Sie in unserem Blog-Beitrag „Wartezeiten bei Berufsunfähigkeit„.

Trotzdem, Skifahren macht Spaß!

Bei allen Risiken wollen wir Ihnen die Freude am Skifahren natürlich nicht vermiesen. Wie schon gesagt, die Zahl der Unfälle sinkt, wie der Alpindienst in seiner Meldung für die Saison 2014/2015 feststellt. Mit etwas Vorsicht und Rücksicht auf andere steht dem Wintersportvergnügen nichts im Weg. Einige einfache Verhaltensregeln sorgen für ungetrübten Spaß auf den Pisten.

In diesem Sinne, Ski und Rodel gut! Heike Peuser
[Keine Sorgen Blog Redaktion. AUTOR: Heike Peuser]

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