Elektroroller

Neuer Trend E-Roller – Was es zu beachten gibt!

Es tut sich was am Markt für Elektroroller. So hat zum Beispiel in Wien inzwischen der fünfte Verleiher seinen Betrieb aufgenommen. In Linz startete der Verleih vor wenigen Wochen und auch in Salzburg gibt es erste Überlegungen, um einem Anbieter von E-Rollern den Start zu erlauben. Und auch bei Privatpersonen landet der E-Roller immer öfter im (virtuellen) Einkaufswagen. Auch wenn es immer wieder kritische Stimmen bezüglich Geschwindigkeit, Abstellmöglichkeiten und dem Fahren auf dafür ungeeigneten Verkehrsflächen gibt: Es sieht so aus, als wären E-Roller bzw. E-Scooter gekommen um zu bleiben. Was man vor der ersten Fahrt wissen sollte (Stand April 2019), haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Wo darf ich mit meinem Elektroroller fahren?

Im Moment gibt es noch keine einheitlichen Gesetze und Bestimmungen, welche die Benutzung von E-Rollern im öffentlichen Raum regeln. Spätestens mit der 31. Novelle der StVO, welche mit 1. Juni 2019 in Kraft treten soll, sollte es hier zu einer Vereinheitlichung kommen. Ab dann gelten im Prinzip dieselben Regeln wie für Fahrräder bzw. E-Bikes:

  • E-Scooter mit maximal 25km/h beziehungsweise 600 Watt dürfen dann überall dort gefahren werden, wo auch Radfahrer fahren dürfen.
  • Ein Befahren von Gehsteigen und Schutzwegen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmen können jedoch von Behörden in begründeten Fällen verordnet werden.
  • E-Roller-Fahrer haben darüber hinaus die für Radfahrer geltenden Verhaltensvorschriften zu beachten. Dazu zählen zum Beispiel das Verbot zum Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder dass der E-Roller nur auf Gehsteigen mit mehr als 2,5 m Breite abgestellt werden darf.
  • Personen unter 12 Jahren dürfen nur unter Aufsicht von Personen, welche das 16. Lebensjahr vollendet haben, auf Straßen mit öffentlichem Verkehr fahren. Ausgenommen davon sind Kinder, welche Inhaber eines Radfahrausweises sind.

Muss ich einen Helm tragen?

Fahrer von Elektroroller müssen keinen Helm tragen. Dies gilt jedoch wiederum nicht für Kinder unter 12 Jahren. Analog zur Verwendung von Fahrrädern müssen Kinder auch bei der Benutzung von E-Scootern einen Helm tragen.

Empfohlen wird ein Helm jedoch für alle Altersgruppen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und keiner Knautschzone, ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall genau so groß wie bei einem Fahrradunfall. Zum Problem werden hier vor allem spontane Ausleihvorgänge, denn seien wir mal ehrlich: Wer hat schon immer einen Helm dabei?

Was muss ich sonst noch beachten?

E-Scooter müssen den gleichen Ausstattungsvorschriften wie Fahrräder entsprechen. Das heißt, dass sie über zumindest zwei Bremsen (vorne und hinten), eine Klingel, ein Front- sowie Rücklicht und über Reflektoren an der Seite verfügen müssen. Alles Dinge, die schon alleine aus Sicherheitsgründen empfohlen werden können. E-Roller zum Ausleihen verfügen meist automatisch über die zuvor genannten Ausstattungsmerkmale. Beim Kauf eines eigenen Rollers empfiehlt sich ein genauer Blick in die Ausstattungsbeschreibung.

Fazit

Eine Fahrt mit E-Scooter oder Elektroroller ist grundsätzlich nicht gefährlicher oder ungefährlicher als eine Fahrt mit E-Bike oder Fahrrad. Bevor Sie sich jedoch sofort in den Fließverkehr einreihen, empfehlen wir ein paar Testrunden, um den Roller und seine Fahreigenschaften gründlich zu testen.

Wer hingegen mit dem Kauf eines E-Bikes, E-Boards oder Segways liebäugelt, dem empfehlen wir vorab unseren Blogbeitrag E-Bike, E-Boards (Hoverboards), Segways & Co. – Was gibt es, was darf man, was ist versichert?

Keine Sorgen Blog/ Autor: Stefan Mörtenbäck / Online Sales Management Oberösterreichische Versicherung AG