Eigenheim gut versichert? Sicher!

Schenkt man entsprechenden Umfragen Glauben, so ist der Traum vom Eigenheim in jeder Generation aufs Neue aktuell. Aktuellen Studien zufolge sind mehr als 90 Prozent der Befragten der Meinung, es sei klüger, in Eigentum zu investieren, als Miete zu zahlen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten wollen mehr als 60 Prozent die Investition in Wohnraumschaffung nicht verschieben. Mehr als 100.000,- Euro sollen dafür mindestens aufgewendet werden.

Jährlich gehen Tausende Häuslbauer daran, ihren Traum vom Eigenheim wahr werden zu lassen.
Die durchschnittlichen Errichtungskosten von rund 300.000,- Euro für ein modernes Einfamilienhaus mit einer Grundfläche von 130 m² werden überwiegend durch Kredite finanziert. Nicht zuletzt deshalb sollte das Eigenheim gut versichert sein. Auch kann bereits bei der Auswahl der Baustoffe im Sinne der Schadensprävention – beispielsweise gegen Hagel – eine erste Weichenstellung in Richtung Risikoschutz getroffen werden.

Pauschal versus Detail
Grundsätzlich stehen beim Abschluss einer geeigneten Eigenheim-Versicherung mit den unterschiedlichen Anbietern auch zwei grundlegende Philosophien zur Wahl: Angeboten werden Produkte mit umfassendem Deckungsumfang zu All-in-Prämien. Klarer Nachteil: Es werden Dinge „mitgezahlt“, die unter Umständen nicht benötigt werden und daher „Luxus“ sind. Im Gegenzug sind zusätzliche und noch nicht enthaltene Deckungsbausteine mit höheren Zusatzkosten verbunden. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, die individuellen Bedürfnisse eines Eigenheimbesitzers zu berücksichtigen und wie im Produkt ZuHaus© der Oberösterreichischen aus einem Baukastensystem Deckungsbausteine zu einem optimal abgestimmten Paket zusammenzusetzen.

Erste und wesentlichste Grundlage zur Bemessung der Versicherungssumme und der zu entrichtenden Prämie ist das Ausmaß der verbauten Fläche: So beläuft sich die Prämie bei der Oberösterreichischen Versicherung für ein neues, in üblicher Bauweise errichtetes, zweigeschossiges und unterkellertes Einfamilienhaus mit einer verbauten Fläche von 120 m² auf jährlich rund 425,- Euro. Nebengebäude bis 40 m2 sind dabei in der ermittelten Versicherungssumme von rund 500.000 Euro inkludiert. Versichert ist das Gebäude dann gegen die elementaren Risiken Feuer, Sturm und Leitungswasser. Die Gebäudehaftpflichtversicherung ist in dieser Produktvariante ebenfalls enthalten.

Gut versichert – nur mit korrekten Angaben
Damit das Eigenheim gut versichert werden kann, ist eine korrekte Angabe der Gebäudedaten und Anlagen wie etwa Kachelöfen, Solar- oder Photovoltaikanlagen udgl. absolut notwendig. Will man sich hier ein paar Euros sparen, kann das im Schadensfall aufgrund einer möglichen Unterversicherung teuer werden. Sind die Gebäudedaten richtig erfasst, wird ein sogenannter Unterversicherungsverzicht bis zur Höhe der Versicherungssumme vereinbart. Darüber hinaus sollte im Beratungsgespräch auch abgeklärt werden, wie weit Einfriedungen, Beleuchtungsanlagen oder beispielsweise Spielgeräte auf dem Grundstück mitversichert oder im Bedarfsfall durch Zusatzdeckungen einzuschließen sind. Auch können Photovoltaikanlagen durch spezielle Produkte gegen zusätzliche Gefahren abgesichert werden.

Risikoschirm bereits für den Rohbau
Bereits in der Entstehungsphase ist der wachsende Rohbau einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Üblicherweise wird daher bereits vor Beginn der Bauphase eine (prämienfreie) Rohbau- bzw. Eigenheimversicherung abgeschlossen. Siehe dazu auch den Blogbericht: >> Hausbaupläne sicher umsetzen: Eine Rohbauversicherung sichert doppelt ab.

Ab diesem Zeitpunkt besteht dann bereits Versicherungsschutz für Schäden durch Feuer und Sturm (sofern Dachraum geschlossen) und für die Haus- und Grundstückshaltung im Rahmen der Gebäudehaftpflichtversicherung.

Darüber hinaus sollte man auch die mögliche Erweiterung des Versicherungsschutzes hinsichtlich Leitungswasserschäden und Bauherrenhaftpflicht sowie die Absicherung von Einrichtung und Inhalt des Rohbaus in Erwägung zu ziehen. Auch eine Unfallversicherung für am Bau unentgeltlich arbeitende Freunde und Verwandte, wie sie von der Oberösterreichischen exklusiv am Markt angeboten wird, ist eine sinnvolle Ergänzung.

Mehr als nur die vier Wände – In ist, was drin ist!
Damit ist das Gebäude gegen die genannten, elementaren Gefahren abgesichert. Doch ein Zuhause besteht natürlich aus mehr als nur den vier Wänden, das Dach bzw. den Garten ums Haus. Auch der Inhalt des Eigenheimes, die Möbel, Kleider, Bücher, Bilder – alles, was das eigene Daheim ausmacht – muss mit einer geeigneten Haushaltsversicherung abgesichert werden. Üblicherweise werden Eigenheim- und Haushaltsversicherung in einer gebündelten Kombination abgeschlossen. Im eingangs bereits skizzierten Beispiel würde die Prämie für eine kombinierte Haushaltsversicherung zusätzlich 320,- Euro im Jahr betragen. Neben den, in der Gebäudeversicherung erwähnten Risiken wie Feuer, Sturm und Leitungswasser ist der Wohnungsinhalt auch bei Schäden durch Glasbruch, Einbruchdiebstahl, Beraubung und Diebstahl versichert. Bitte bedenken Sie aber, dass Ihre individuellen Werte unwiederbringlich sind und diese auch eine Versicherung nicht wiederherstellen kann.

An dieser Stelle muss auch besonders darauf hingewiesen werden, dass eine private Kunst- oder Schmucksammlung zumeist nur mit einem Bruchteil des tatsächlichen Wertes in Deckung genommen wird. Der Versicherungsschutz muss dann durch entsprechende Deckungserweiterungen oder durch eigene Versicherungsprodukte erweitert werden. Auf jeden Fall wird dringend empfohlen, eine möglichst detaillierte Liste samt Bildern über Wertgegenstände wie Antiquitäten, Kunstwerke, Schmuck, Sammlungen udgl. zu erstellen und mitsamt den dazugehörigen Kaufbelegen – sofern vorhanden – aufzubewahren. Nur so kann der Versicherer im Schadensfall eine entsprechende Entschädigung gewährleisten. Eine Vorlage für ein entsprechendes Werteverzeichnis finden Sie hier: >> Werteverzeichnis

Für Notfälle im Haushalt oder am Eigenheim werden auch gerne sogenannte Assistance-Produkte, etwa der Keine Sorgen Schutzengel,  angeboten bzw. abgeschlossen. Dabei wird rund um die Uhr – auch an Sonn- und Feiertagen – wertvolle Hilfe bei Heizungsausfall, Rohrbrüchen, Sturmschäden, elektrischen Leitungsdefekten, im Schloss abgebrochenen Schlüsseln udgl. durch Handwerker oder eben Schlüsseldienste geleistet. Zusätzlich sollte auch der Abschluss zusätzlicher Deckungsbausteine für Computer und elektronische Geräte geprüft werden. Mit diesen Zusatzbausteinen wird die bestehende Risikoabsicherung entscheidend verdichtet und das Eigenheim gut versichert.

Besonders wichtig ist darüber hinaus die inkludierte Privathaftpflichtversicherung für den Versicherungsnehmer, mitversicherte Personen und im gemeinsamen Haushalt lebende Kinder ohne eigenes Einkommen.

Haftpflicht: Mögliche Deckungslücken schließen!
Eine ausreichende, private Haftpflichtversicherung ist heutzutage unerlässlich. Gerade mit Erreichen der Volljährigkeit (18 Jahre) klafft oft eine erhebliche Deckungslücke, wenn Kinder eine Lehre beginnen oder ihren Lebensmittelpunkt in einen anderen Ort verlegen, um zu studieren. Wohnen volljährige Kinder in einem eigenen Haushalt – auch ohne eigenes Einkommen – oder beziehen diese ein regelmäßiges Einkommen bzw. eine Lehrlingsentschädigung ist eine Mitversicherung bei den Eltern nicht mehr gegeben.

In der Haushaltsversicherung sollte das Hauptaugenmerk auf jeden Fall auf eine umfassende Haftpflichtversicherung und weniger auf kaputte Fensterscheiben gelegt werden. Eine Unachtsamkeit oder ein Missgeschick beim Nachbarn, im Hotel oder auf der Skipiste ist schnell passiert und kann neben kostspieligen Sachschäden auch existenzbedrohende Personenschäden verursachen.

Zu einem richtigen Zuhause gehört für viele auch ein vierbeiniger Mitbewohner: Die gesetzlich vorgeschriebene Hundehalterhaftpflichtversicherung ist dann unbedingt erforderlich und gemeinsam mit einer Eigenheim- oder Haushaltsversicherung abschließbar.

Kein Abschluss ohne umfassende Beratung
Wie in anderen Versicherungszweigen auch, bieten in der Eigenheim- und Haushaltsversicherung zahlreiche Anbieter eine Vielzahl unterschiedlichster Produkte, Deckungen bzw. Kombinationsmöglichkeiten an. Die Prämie eignet sich dabei nur bedingt als Gradmesser, da sich sowohl Produktinhalte und Bedingungen als auch die Vertragsgestaltung in Form von unterschiedlichen Laufzeiten, Geschäftsgrundlagen oder Selbstbehaltsregelungen zum Teil doch deutlich unterscheiden.

Damit Haushalt bzw. Eigenheim gut versichert wird, sollten Sie ein Beratungsgespräch bei einem Vermittler Ihres persönlichen Vertrauens in Anspruch nehmen. Dieser wird Sie über die zugrundeliegenden Bedingungen, Ihre Pflichten als Versicherungsnehmer und schließlich auf sinnvolle Sparmöglichkeiten hinweisen.

Das Abklären von wesentlichen Details und individuellen Anforderungen ist nur mit Ihrem Berater möglich und deshalb auch durch gute Versicherungsvergleichsplattformen nicht zu ersetzen. Wer so sein Eigenheim gut versichert, hat mehr davon!